Korbach

Rummel um einen zweiten Hessentag

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- Korbach (jk). Könnte Korbach als Gastgeber für den Hessentag 2013 einspringen? Das pure Gerücht sorgte in der Kreisstadt schnell für Medienrummel.

Kaum hatte jemand im Internet vor Wochen die Olympischen Winterspiele für Willingen gefordert, war das Online-Echo überwältigend. Seit Mittwoch macht die Spekulation um einen zweiten Hessentag in Korbach die Runde. Das pure Wort „Hessentag“ klingt immer noch wie eine Symphonie in den Ohren vieler Korbacher. 1997 zog das Landesfest rund 700 000 Besucher in die Kreisstadt – zum „ersten Hessentag außerhalb von Hessen“, wie selbst die Landesregierung flachste. Denn für Wal­decker liegt Hessen sonst mitunter ferner als Mallorca.

Einer im medialen Zirkus gebar dann am Mittwoch die ominöse Schlagzeile, Korbach biete sich als Ersatz-Gastgeber für den Hessentag 2013 an. Kurz zuvor hatte der Bürgermeister von Vellmar verlauten lassen, die Stadt wolle den geplanten Hessentag nicht durchführen (wir berichteten). Am Donnerstag tummelten sich schon RTL und FFH mit Mikrofonen in Korbach, um der neuen Hessentagsstadt zu huldigen. Bei Umfragen in der Fußgängerzone war das Echo denn auch bestens. Devise der Korbacher: „Hessentag, her damit!“

Doch genauso gut hätten die Reporter auch fragen können, ob Korbach künftig zur Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland erhoben werden soll. Denn bis dahin hatte es nicht ein einziges Gespräch zwischen dem Korbacher Rathaus und der Wiesbadener Staatskanzlei gegeben.Das bestätigte auch Bürgermeister Klaus Friedrich gegenüber der WLZ.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 17. August

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