Jubiläums-Altstadtmarkt zieht einige Tausend Gäste

Sachsenberg feiert mit Herz - Video

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Sachsenberg - Sachsenberg hat am Wochenende alles gegeben – genauso wie der Sommer: Geschmückt mit vielen Sonnenblumen präsentierte das Städtchen sich beim Jubiläums-Altstadtmarkt am Sonntag mit entspannter, sonniger Herzlichkeit. Für die Freunde der historischen Landtechnik war der Samstag die reinste Freunde.

Sie haben nicht zu viel versprochen, als sie am Samstag zum Dreschefest mit 15 verschiedenen Erntetechniken und noch mehr Maschinen auf den Reiterhof Mees einluden: Die Oberlenker zeigten von der Mittagszeit bis zum Abend „Ernte im Wandel der Zeit“ – vom Mähen mit der Sense bis zum Mähdrusch mit Selbstfahrer, vom Dreschen mit dem Flegel bis zum Dreschen mit der Dreschmaschine wurde alles gezeigt. Ludwig Artzt moderierte das Programm. Beim Mähen mit der Sense und Binden der Garben legten viele Gäste selbst spontan Hand an, wollten lernen oder Erinnerungen auffrischen. Zuvor war ein langer Festzug mit mehr als 60 Traktoren und vielen Fußgruppen zum Hof Mees gezogen.

Zum weiteren Programm beim Dreschefest gehörten Vorführungen des Deutschen Motorsägenmeisters Marco Berghöfer, des Reitergutes Dankerode und eines Artisten-Trios, das viel Applaus erhielt: Der Sachsenberger Artist Daniel Görich zeigte mit seinen Kollegen Anna und Samuel spannende Akrobatik am Seil und auf dem Boden. Mit der Musik von Wuthe & Faust klang der Dreschetag gut aus.

Mehr als 240 Helfer, darunter 40 aus Nachbarorten, zeigten am Sonntag von morgens bis zum Abend Einsatz und sorgten dafür, dass alle Gäste gut versorgt wurden mit Speis und Trank. In fast allen Straßen der Altstadt und darüber hinaus waren Stände aufgebaut, insgesamt waren es mehr als 90. Von Schmuck über Mode bis hin zu Porzellan und feinen Ölen war alles zu haben. Die historische Landtechnik der Oberlenker (siehe Seite 16) war zu sehen, außerdem Oldtimer zu begutachten, als die Teilnehmer der Ederbergland-Classic-Tour des AMSC Lahn-Eder einen Stopp in Sachsenberg einlegten. In der Schmiede arbeiteten Helmut Engel und Thomas Finger, beschlugen sogar ein Pferd. Der Heimatverein Laisa zeigte, wie gewebt und gesponnen wird.

Die Weitläufigkeit, mit der die Stände in der Stadt platziert waren, machte manchem Gast bei der Hitze etwas zu schaffen – gleichzeitig aber sorgte sie auch dafür, dass es nicht zu eng wurde im Städtchen und es ein Genuss war, im Schatten der Häuser ein Lüftchen zu erhaschen. Wasser und Limonaden fanden reißenden Absatz. Die Plätze, die Schatten boten, waren heiß begehrt: In den Straßen gab es immer wieder einladende Sitzgelegenheiten, überall bot sich Gelegenheit, für einen kurzen Plausch stehenzubleiben. Dabei herrschte auf dem Marktplatz vor der Rathausbühne und auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Unter den Linden vor der Kirche hatte sich nicht nur der prächtige Mündener Hochzeitszug ein Plätzchen gesichert – dort im Schatten genossen auch viele Gäste am Nachmittag Kaffee und Kuchen, die feine Musik des Duos Druschba und die Kunst von Gerd, dem Gaukler. Die Kirche selbst war Anziehungspunkt, weil sie Kühle, zwei Ausstellungen und beim Orgelspiel von Wilhelm Engel und Anne Krause zudem Gelegenheit bot, ein wenig zu sich zu kommen.

Auch die Gärten, die Ruth Mees und Helma Gröteke zur Feier des Tages geöffnet hatten, fanden Zulauf. Insgesamt fanden einige Tausend Gäste den Weg ins Städtchen mit Herz. Auf WLZ-FZ-Nachfrage erklärte Frank Richter vom Festausschuss gestern Abend: „Es hat gestern alles sehr gut geklappt: Die Gäste waren zufrieden – und wir sind auch zufrieden.“

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