Korbach

Sankt Martin wird zum Vorbild

- Korbach (resa). Roter Mantel, Pferd und Schwert: Die Kinder vom Kindergarten Tempel kennen die Geschichte von Sankt Martin bis ins Detail. Und sie haben ihre Botschaft verstanden. Deshalb teilten sie gestern ihr Spielzeug, um es armen Kindern zu schicken. Währenddessen sind im ganze Landkreis Kinder mit ihren Laternen unterwegs.

Es könnte ein kalter Abend im Winter gewesen sein. Martin von Tours, der Soldat der Reiterei der Kaiserlichen Garde ritt auf das französische Amiens zu. Er mag etwas tiefer in seinen roten Mantel gekrochen sein, als der kalte Wind ihm entgegen pfiff. Am Stadttor könnte der geborene Ungar dann einen armen Mann getroffen haben, der ihm flehend seine Arme entgegenstreckte. „Und dann hat Sankt Martin seinen Mantel geteilt“. Daran gibt es für die kleine Vanessa vom Kindergarten Tempel keinen Zweifel, „dann musste der arme Mann nicht mehr frieren“. „Wir wollen teilen“ Der Überlieferung nach dürfte das Ereignis an der Stadtmauer von Amiens rund 1670 Jahre her sein. Doch jedes Jahr am 11. November erinnern die Kinder mit ihren Laternenumzügen an den Heiligen Martin, der teilte, was er hatte, um einen andern in seiner Not zu retten. Die Vorschulkinder vom Kindergarten Tempel lassen es in diesem Jahr nicht bei einem Laternenumzug bewenden. „Wir wollen auch was teilen“, erklären die kleinen Leute. Also haben sie gemeinsam mit ihren Eltern ihre Kinderzimmer unter die Lupe genommen, um zu sehen, was sie entbehren können. Ein großer Berg an Kuscheltieren, Modellautos und Spielfiguren ist zusammen gekommen – dazu Socken, Hosen, T-Shirts und Jacken. Die Eltern haben die Spende ergänzt und Schokolade, Bürsten, Seife und Zahnbürsten gekauft.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Donnerstag, 11. November 2011.

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