Korbach

Schätze mit Brief und Siegel

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- Korbach (wkl). Am Samstag wird das Korbacher Stadtarchiv feierlich neu eröffnet. Bürger und historisch Interessierte erhalten neuen Zugang zu den wertvollen Beständen. Möglich macht es ein enormes ehrenamtliches Engagement des Archiv-Teams.

Wenn auch die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Korbach aus dem Jahre 980 oder die Urkunde zur Verleihung des Soester Stadtrechts (1188) nicht in Korbach bewahrt werden, so birgt das Archiv doch eine Fülle an historischen Schätzen. Die Bestände setzen in der Zeit ein, in der die in Zünften und Gilden zusammengeschlossenen Handwerker und Kaufleute begannen, sich gegen den bis dahin dominierenden Stadtadel durchzusetzen.

Die Zunftbriefe unter anderem der Bäcker (1325), der Wollweber (1348), der Metzger (1348), der Schmiede (1370), der Pelzer, Kaufleute und Schneider (1394) ermöglichen einen Blick in das politische und wirtschaftliche Leben Korbachs und in den Alltag der Menschen. So durften beispielsweise die Metzger auf dem Markt am Samstag nur Fleisch aus Schlachtungen vom gleichen Tag anbieten.

Die Verlagerung des Stadtarchivs in modernisierte Räume des Bing-Verlags trägt nunmehr sowohl dem wertvollen Bestand als auch der guten Erschließung und der Nutzung durch die Heimatforschung Rechnung. Die Stadt Korbach dürfte damit über eines der am besten erschlossenen und ausgestatteten ehrenamtlich verwalteten Stadtarchive im Land Hessen verfügen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 17. August

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