Präventionswoche widmet sich fünf Tage lang Ursachen für Sucht und Gewalt

Schaufenster der Korbacher Präventionsarbeit

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Gucken statt Ducken: Vom 10. bis 14. November lädt die Stadt Korbach gemeinsam mit vielen Partnern zur Präventionswoche ein.

Korbach - Mit Vorträgen, Workshops und Theateraufführungen will die Stadt Korbach Eltern, Lehrern und Kindern helfen, wenn es um Sucht und Gewalt geht. Vom 10. bis 14. November lädt sie gemeinsam mit vielen Partnern zur Präventionswoche ein.

„Viele, viele Einzelaktionen im Laufe des Jahres prägen unsere Präventionsarbeit“, betont Bürgermeister Friedrich gleich zu Beginn. Diese Präventionswoche sei also nur ein Schaufenster der alltäglichen Arbeit. Und eben diese Arbeit sei in den vergangenen 15 Jahren außerordentlich erfolgreich gewesen, ergänzt Volker König von der Polizei. Noch nie habe es im Landkreis weniger straffällige Jugendliche gegeben. Eins sei aber auch klar: „Vor allem im Internet-Bereich steigt die Zahl der Straftaten von Jugendlichen“, sagt König.

Und eben deswegen haben Stadt und Polizei jenes „Schaufenster ihrer Präventionsarbeit“ auch dem Thema „Digitale Welt“ gewidmet. Vor allem der überregionale Fachtag am 10. November, der den Auftakt der Präventionswoche markiert, will sich diesem Thema stellen: „Wie unsere Kinder Internet, Smartphone und soziale Netzwerke für ihre persönliche Entwicklung nutzen“, haben die Organisatoren die Veranstaltung mit Workshops und Vortrag für Lehrer, Sozialpädagogen und Eltern genannt.

Bis Freitag, dem 14. November, bietet die Stadt dann gemeinsam mit vielen Partnern ein abwechslungsreiches Programm an - für Kindergartenkinder ebenso wie für Senioren. „Wir wollen am Puls der Zeit bleiben“, sagt Carsten Vahland vom Ordnungsamt, „deswegen haben wir Rückmeldungen von Schulen und Eltern aufgenommen und unser Programm entsprechend ausgerichtet“. Tabus wollen die Organisatoren vermeiden und deswegen werden Themen wie Prüfungsangst und Rauschmittel ebenso angesprochen wie „Legal Highs“, ADHS und selbstverletzendes Verhalten. „Erst waren wir bei einigen Themen unsicher, ob wir damit vielleicht etwas freitreten und anstoßen“, räumt Andrea Franke ein. „Aber wir wollen offensiv mit Themen wie legalen Drogen umgehen“, erklärt Volker König. Und bei den Zielgruppen selbst seien die Themen ohnehin meistens hochaktuell. Mit im Boot sitzen bei diesen Themen und dem Kampf gegen Sucht und Gewalt auch Schulen und Vereine. (Theresa Demski)

Das Programm der Präventionswoche

Montag, 10. November:

 9 Uhr, Stadthalle: Aufwachsen in der digitalen Welt – Überregionale Fachtagung für Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Eltern. Anmeldung unter Telefon 05631/53939.

Dienstag, 11. November:

10 Uhr, Stadthalle: Fun und Risk im Netz – für Schüler ab Klasse 8. Anmeldung unter Telefon 05631/53969. 14.30 Uhr, Bürgerhaus: Klarsicht-Parcour – für Lehrer und Schulsozialarbeiter. 17 Uhr, Berufliche Schulen: Prüfung ohne Angst – Kurs für junge Leute ab 14 Jahre, Gebühr: fünf Euro, Anmeldung unter 05631/97730.19.30 Uhr, Bürgerhaus: Legal Highs, Canabis und Co – Infoveranstaltung für Eltern.

Mittwoch, 12. November:

9, 11, 13.30 Uhr, Bürgerhaus: Mäxchen trau dich, Theaterstück für Kindergartenkinder, Anmeldung unter 05631/53969 – auch Donnerstag und Freitag. 14 Uhr, Krankenhaus: Vortrag „Selbstverletzendes Verhalten“.15.30 Uhr im Bürgerhaus: „Wenn Eltern sich durchsetzen müssen“ – Elterndialogrunde und Film.

Donnerstag, 13. November:

9 bis 17.30 Uhr, Barmer Geschäftsstelle. Infotag über Alkohol-, Tabletten-, Rauchersucht und Essstörungen. 14 Uhr, Bürgerhaus: Leih mir dein Ohr, Schüler stellen Projekt „Streitschlichtung“ vor.14 Uhr, BBZ: Vortrag „ADHS bei Jugendlichen“.

Freitag, 14. November:

15 Uhr, Stadthalle: Kriminalität im Alltag – Vortrag für Senioren.

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