Delegierte des Sängerbezirks Rhene-Diemeltal blicken auf 2012 zurück

„Schönes Hobby nicht kaputtreden“

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125 Jahre „Eintracht“ Heringhausen: Die Sänger, die Pfarrer Hansjörg Schultze seit 1999 dirigiert, beweisen beim Jubiläumsfest im Februar ihr Können. Im Juni richten sie das Sängerfest des Bezirks Rhene-Diemeltal aus.

Diemelsee - Mit dem „Waldeckischen Sängergruß“ eröffnen die Gastgeber aus Flechtdorf am Sonntag in ihrem Dorfgemeinschaftshaus die Delegiertenversammlung des Sängerbezirks Rhene-Diemeltal.

Vorsitzende Astrid Behle (Vasbeck) begrüßt die Mitglieder und dankt für den netten Empfang. Die Delegierten treffen sich traditionell in dem Ort, in dem die Chöre zum nächsten Bezirkssingen antreten. Die Flechtdorfer laden am Samstag, 25. Mai, ein.

Im anschließenden Jahresbericht blickt Astrid Behle auf die Veranstaltungen des Jahres 2012 zurück: Zu zweien, dem Volksliedersingen im Benkhäuser Steinbruch am 29. April sowie zum Bezirkssingen am 3. Juni in Heringhausen, hatte der Bezirksvorstand eingeladen.

Im Rahmen des Sängerfests feierten die Mitglieder der „Eintracht“ Heringhausen das 125-jährige Bestehen ihres Vereins. Bereits am 1. Februar hatten sie ihre Nachbarn zum „Fest unter Freunden“ eingeladen.

Zum Sängertag des Waldeckischen Sängerbundes (WSB) reisten die Diemelseer am 17. März nach Lelbach. Besonders erfreut ist Astrid Behle darüber, dass sich mit Bruno Mecke (Höringhausen) ein Nachfolger für WSB-Vorsitzenden Klaus Schmutzler gefunden hat. Ebenso berichtet die Vorsitzende über die Neuwahlen im Mitteldeutschen Sängerbund, denn „der WSB ist der größte Sängerkreis mit den meisten aktiven Mitgliedern“. Auf Hans-Hermann Spitzer folgt Volker Bergmann.

„Alle Vereine sind singfähig“

In Zeiten, in denen immer mehr (Gesang-)Vereine über zurückgehende Mitgliederzahlen klagen, ist ein Blick auf die Statistik für Astrid Behle ebenso unerlässlich: Ende 2011 zählte sie im Sängerbezirk 289 Aktive (215 Männer, 74 Frauen) in acht Männer- und zwei Frauenchören sowie einem gemischten Chor. Das sind 26 Mitglieder weniger als 2010. „Vielleicht gelingt es dem ein oder anderen Verein ja eine Wende herbeizuführen“, ruft die Diemelseerin zur Eigeninitiative auf. „Aber wenn nicht, lassen wir uns nicht unser schönes Hobby, den Chorgesang, kaputtreden.“

Dem Bericht der Bezirksvorsitzenden folgt der Rückblick der Vereinsvorsitzenden: Zusammengefasst ist festzuhalten, dass alle Vereine singfähig sind, wenn im Schnitt auch nur mit rund 20 Aktiven. Neben Ständchen, Ausflügen und Auftritten bei Sängerfesten und Liederabenden organisierten die Sänger folgende Veranstaltungen: Projektchor zum Freischießen (MGV Adorf), Weinschwelgen (MGV Wirmighausen), Backhausfest (MGV Heringhausen), Chorworkshop (Frauenchor Wirmighausen), Konzert mit dem Vokalensemble „Harmonie St. Petersburg“ (gemischter Chor Vasbeck), Teilnahme am „Chorenschmaus“ in Mengeringhausen (Sing & Swing Vasbeck), musikalischer Frühschoppen (MGV Stormbruch), Barbarafeier (Knappenchor Adorf).

Terminvorschau

Zum Abschluss der Versammlung blicken die Delegierten voraus: Zum 60-jährigen Bestehen des Frauenchors planen die Wirmighäuserinnen am 16. Dezember ein Adventssingen in der Kirche. 2013 stehen das Bezirkssängerfest in Flechtdorf sowie das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Chorgemeinschaft Ottlar-Giebringhausen im Mittelpunkt. Für das Bezirkssingen 2014 hat der MGV Rhenegge, der nach dem Tod von Chorleiterin Gabriele Lakmann wieder von Daniela Weltecke geleitet wird, bereits den Zuschlag bekommen. Der Rhenegger Chor besteht dann 125 Jahre. Ein Jahr später feiern die Giebringhäuser das gleiche Jubiläum und wollen gern zum Sängerfest einladen.

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