Willingen

Schüler sind der Natur auf der Spur

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- Willingen-Usseln (bk). Der Natur auf der Spur: Die Schülerinnen und Schüler der Usselner Diemeltalschule lernen in dieser Woche in Theorie und Praxis viel Interessantes über die Umwelt.

Schwerpunkt der Projektwoche, die heute zu Ende geht, ist die Neugestaltung des Schulgartens. Lehrer und Schüler werden dabei tatkräftig von Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs, engagierten Eltern und Hausmeister Wilhelm Holtel unterstützt. Förster Michael Brüggemann suchte im Gemeindewald einige Lärchen aus, die geschlagen, entastet und der Usselner Grundschule zum Nulltarif zur Verfügung gestellt wurden. Die dicken Stämme werden für ein „grünes Klassenzimmer“ verwendet. Es werden Sitzmulden hineingeschnitten, und wenn das Holz etwas getrocknet ist, rückt Willi Müller aus Eppe mit der Kettensäge an, um einige Tierköpfe als Verzierung zu schnitzen. „Bei entsprechendem Wetter kann der Unterricht dann in Zukunft auch einmal im Freien stattfinden“, freut sich Schulleiter Dirk Fischer.

Ein wahres Schmuckstück ist die Kräuterschnecke geworden, um die sich die Kinder des vierten Schuljahres kümmern. Jörg Trachte aus Hemmighausen, Vater eines Schulkindes, stiftete die Steine für das Mauerwerk, und Michaela Ashauer aus Schwalefeld erzählte den Jungen und Mädchen viel Interessantes über Kräuter. Der Nachwuchs sammelte Pflanzen in der Umgebung und im elterlichen Garten, fertigte Kräuter-Steckbriefe an und hegt und pflegt nun sorgfältig Lavendel, Thymian, Petersilie & Co. Die zweite und die dritte Klasse waren und sind mit zwei Hochbeeten beschäftigt. Auch hier waren fleißige erwachsene Helfer für den Bau zuständig, während die Kinder fürs „Innenleben“ sorgten. Sie sammelten im nahen Lohwald Naturmaterialien, nahmen Bodenuntersuchungen vor und schichteten dicke Äste, Reisig, Laub, Moos, Waldboden und Erde auf. Sie pflanzten Heidestöckchen, Herbstblumen und Frühblüher und begleiten und beobachten nun das Wachsen und Werden.

Die Schülerinnen und Schüler des ersten Schuljahrs nahmen in den letzten Tagen ein Apfel-Projekt in Angriff. Das Spektrum reichte von der Klärung der Frage, wie die Äpfel an den Baum kommen, über die Erstellung eigener Apfelbücher bis hin zu einem „Großeinsatz“: Die Kinder sammelten bei Welleringhausen Äpfel auf. Gestern Vormittag kam dann Nachbar Helmut Schiefner mit seiner Apfelpresse. Damit auch ja kein Würmchen dort hineingeriet, wurden alle Früchte sorgfältig geviertelt und gegebenenfalls ausgeschnitten, bevor sie gemahlen und gepresst wurden. Fazit eines Erstklässlers: „Der schmeckt voll lecker, der Saft!“ Das galt übrigens auch für Apfelringe und Apfelwaffeln. Zum krönenden Abschluss der Projektwoche soll heute noch ein Apfelbaum gepflanzt werden.

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