Korbach:

Schüler zeigen „freien und unverkrampften Zugang“ zur Wiedervereinigung

- Korbach. Ihre Arbeiten zum Thema „20 Jahre deutsche Einheit“ präsentierten Schüler von Louis-Peter-Schule und Alter Landesschule. Im Sitzungssaal des Rathauses brachten sie ihre ganz eigenen Gedanken und Geschichten zu Papier und Pappmaché.

Öde und farblos steht sie da, die „Mauer“. Grauer Beton reiht sich an grauen Beton – zumindest auf der Ostseite. Im Westen regieren hingegen Farbe und Fröhlichkeit. So sehen Politikschüler des Leistungskurses 13 an der Alten Landesschule Korbach die Unterschiede zwischen West und Ost. Am Donnerstagabend zeigten die rund 20 Schüler von Gymnasium und Realschule 
ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit. Lehrer, Eltern, interessierte Jugendliche und Vertreter 
der Stadt ließen sich an eine Zeit erinnern, die die Schüler gar nicht miterlebt hatten. „Das Gefühl von damals soll heute nachempfunden werden können“, gaben die Schüler die Marschroute vor. Sieben Pro-jekte waren aus der intensiven Auseinandersetzung mit friedlicher Revolution und Mauerfall entstanden. Die eingesetzten Medien variierten stark. Neben Installationen wie der „Mauer“ 
oder einer Weltkugel, die die internationale Akzeptanz der DDR visualisierte, kamen auch Beamer und multimediale Präsentation zum Einsatz. Die LPS-Schüler konzentrierten sich auf Unterschiede zwischen DDR und der Bundesrepublik sowie die deutschen Höhepunkte seit dem Jahr 1990. Die Collage regte an, schließlich standen da auf einmal Castor, Kohl und Kampfeinsätze der Bundeswehr nebeneinander.

Mehr in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 9. Oktober.

Kommentare