Oberorker feiern vier Tage lang

Schützen haben das Dorf fest im Griff

Oberorke - Hochstimmung in Oberorke: Vier Tage lang feierten die Mitglieder des Schützenvereins ihr Heimatfest. Die neuen Regentschaften zeigten sich gleich mehrfach und führten die Truppe stolz an.

Könige und Kaiser hatten den Ort am Wochenende voll im Griff. Am Samstagabend wurde die neue Schützenkönigin Stefanie Dittrich mit Prinz Christian Dittrich in ihren neuen Rang erhoben. Das vorherige Königspaar Uwe und Heidi Ziegler überreichte im Festzelt symbolisch die Kette an die Nachfolger. Die neuen Regenten waren bereits in einem teils zähen Ringen vor fünf Wochen ermittelt worden. Auch das Kaiserpaar Norbert und Ute Zölzer musste sich von seinem bisherigen Titel trennen. Auf die beiden folgt das Kaiserpaar Karl und Ute Bäcker. Jugendkönig André Ziegler übergab seine Insignien am Samstag an seine Nachfolgerin Lena Fleck. Ihr zur Seite steht Prinz Nico Schöneweiß. Ehrenkreisschützenmeister Helmut Engel leitete die feierliche Übergabe der Insignien. Er dankte allen Regenten, dass sie den Ort „im Frankenberger Raum und im benachbarten Ausland“ gebührend vertreten hätten. Nach dem Schwur auf die Fahne übergaben die alten Könige und Kaiser die Schilde und Orden an ihre Nachfolger. Herbert Ochse vom Schützenkreis Frankenberg zeichnete Siegfried Hagenfeld und Wilhelm Greese nach dem Abholen der Könige vor versammelter Mannschaft aus. Sie bekamen für besondere Verdienste die Kreisehrennadel in Bronze überreicht. Grüße im Namen der Gemeinde überbrachte Karl-Heinz Stadtler. „Von Ihrer Bereitschaft zum Engagement leben wir auf dem Lande ganz besonders“, lobte er die engagierten Schützen und bat sie, die Jugendarbeit immer im Auge zu behalten. Der optische Höhepunkt des Festes war am Sonntag der Umzug durch den Ort. Bei bestem Wetter waren neben Abordnungen von vielen befreundeten Schützenvereinen aus nah und fern auch die ortsansässigen Vereine dabei. Auch eine Abteilung der Ittertal-Kanoniere hatte Aufstellung bezogen. Nachdem die Königspaare von der Schützenkompanie unter den begleitenden Klängen des Musikvereins Buchenberg feierlich abgeholt waren, formierte sich der Festumzug am Heidebrunnen. Von hier aus ging es, wieder mit musikalischer Begleitung durch den Musikverein, in weitem Bogen durch das mit frischem Birkengrün festlich geschmückte Dorf zum Festplatz in den Erlen. Zahlreiche Besucher säumten den Weg und immer wieder wurde der eine oder die andere Bekannte am Straßenrand freudig begrüßt. Den Abschluss des Umzugs markierte die Aufstellung aller Teilnehmer vor dem Festzelt, das dann anschließend unter lautem Jubel gestürmt wurde. Während jetzt der erste große Durst gelöscht wurde, spielten nochmals die Buchenberger auf, um dann den Weg zur Bühne frei zu machen für den Vorsitzenden des Schützenvereins Oberorke, Alexander Ney. Dieser begrüßte Festzugsteilnehmer, Ehrengäste und Gäste, unter ihnen der Vorsitzende der Gemeindevertretung Vöhl, Karl-Heinz Stadtler, sowie MdL Reinhardt Kahl. Für eine lautstarke Überraschung sorgten die Ittertal-Kanoniere: Unter dem Befehl ihres Hauptmanns Lothar Bangert hatten sie ihre mitgebrachte Kanone in Stellung gebracht, ausgerichtet, geladen und nach dem Warnsignal des Hornisten abgefeuert. Nun konnte das lustige Treiben mit Musik und Tanz im Festzelt endlich seinen Lauf nehmen.Begonnen hatte das Fest bereits am Freitag im Festzelt mit der „No Limit“-Band, die die Stimmung ein erstes Mal auf ihren Höhepunkt brachte. Am Montag klingt das Fest mit Frühschoppen, Königsessen und einem letzten Tanz aus. Alle zwei Jahre tragen die Schützen das Fest abwechselnd mit den Niederorkern aus. - Von Dennis Schmidt 
und Werner Spitzkopf

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