Zuordnung von Altenlotheim zur Kellerwaldschule soll erst 2017/18 erfolgen

Schulleiter schlagen Aufschub vor

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Herzhausen/Altenlotheim - Die Altenlotheimer Kinder sollen künftig in Frankenau zur Schule gehen - allerdings deutlich später als derzeit geplant, nämlich ab Sommer 2017. Das schlagen die Leiter der beiden betroffenen Schulen vor.

Für Richard Donges und Susanne Weber ist es ein Kompromiss: Der Leiter der Ederseeschule in Herzhausen und die Leiterin der Frankenauer Kellerwaldschule würden beide Zugeständnisse machen. Weber müsste weitere fünf Jahre auf die Kinder aus Altenlotheim verzichten, Donges könnte dafür ab 2017 nicht mehr mit ihnen rechnen. Die beiden Schulleiter haben, gemeinsam mit einigen Lehrern, nach einer Lösung gesucht, nachdem der Entwurf des Schulentwicklungsplans für Unmut gesorgt hatte. Darin ist vorgesehen, dass ab 2013/2014 die Kinder aus Altenlotheim in Frankenau unterrichtet werden, anstatt wie bisher in Herzhausen (wir berichteten).

Keine Stellenstreichungen

Für die Schulleiter ist ein Aufschub bis zum Sommer 2017 eine vielversprechende Lösung: „Damit würden die Interessen beider Schulen und die der Eltern gewahrt“, sagt Richard Donges, „und er gibt uns allen genug Zeit, sich auf die Veränderung vorzubereiten“. Für die Ederseeschule hätte die Verzögerung um vier Jahre noch einen weiteren Vorteil: Würde die Zuordnung schon 2013 geändert, müsste dort das Kollegium verkleinert werden, weil die Zweizügigkeit nicht mehr gegeben wäre. Bis 2017 sei dies aber ohnehin der Fall. Bis dahin könnten die Auswirkungen auf den Stellenplan aber durch Pensionierungen ausgeglichen werden.

Auf die Anzahl der Klassen in der Frankenauer Schule allerdings hätten die Altenlotheimer Kinder keine Auswirkungen, betonte Susanne Weber. „Wir wollen den Übergang möglichst konfliktfrei gestalten“, sagte Donges. Die Schule wolle etwa bei Gestattungen großzügig agieren. Für Donnerstag um 20 Uhr lädt der Altenlotheimer Ortsbeirat zu einem Informationsgespräch ins DGH ein, zu dem alle Eltern und Interessierte willkommen sind.

Als Nächstes ist nun der Landkreis als Schulträger gefragt. „Wir gehen davon aus, dass der Vorschlag angenommen wird“, zeigte sich Donges zuversichtlich. Die Entscheidung über den Schulentwicklungsplan ist für September vorgesehen.

„Vernünftige Lösung“

Beide Schulen erhielten Unterstützung von den jeweils zuständigen Bürgermeistern. Dafür seien sie dankbar gewesen, sagte Weber. Auf Nachfrage von WLZ-FZ bezeichnete Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke den Vorschlag als sinnvoll: „Ich begrüße den Kompromiss, zeigt er doch, dass die Schulleitungen entgegen dem Vorschlag im Schulentwicklungsplan doch zu einer vernünftigen Lösung gekommen sind. Auch sein Frankenauer Kollege Björn Brede ist begeistert von dem Vorschlag der Schulleiter. (apa)

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