Historischer Dorfrundgang Rhena stößt auf reges Interesse

Schwarzer Marmor und reines Wasser

Rhena - Rund 70 Interessierte machten sich im Rahmen eines historischen 
 Ortsbegangs am Samstag in Rhena auf einen Ausflug in die Vergangenheit.

Auf Einladung der Korbacher Ortsgruppe des Waldeckischen Geschichtsvereins und mit der Unterstützung der Vereine aus Rhena führte Heinrich Schmidt sowohl Ortsansässige als auch viele Interessierte aus der Kernstadt und den umliegenden Ortschaften an neun historisch markante Punkte des Dorfes. „Ich bin weder ein Historiker noch ein Geologe“, stellte Schmidt gleich zu Beginn der Führung an der Goddelsberghalle klar, doch der stellvertretende Vorsitzende des Dorf- und Heimatvereins erwies sich als sehr guter Beobachter und ortskundiger Führer der Wandergruppe. Er wurde der Aufgabe des Geschichtsvereins, die Historie immer wieder neu aufleben zu lassen, voll und ganz gerecht. Vorbei an den beiden Steinbrüchen auf die Breide, von wo aus sich ein herrlicher Blick auf das Dorf bot, führte Schmidt Alteingesessene, Neubürger und Gäste über den alten Friedhof, in das Unterdorf, zur ehemaligen Dorfmitte bis an die Untere Burg, die Kirche, die Obere Burg und an den zweiten Steinbruch zurück, wo die Wanderer gemütlich an der Grillhütte einkehrten. Der im Steinbruch gebrochene „Schwarze Marmor“ ist jedoch kein echter Marmor, sondern ein bituminöser Kalkstein. Unterwegs wurden die Interessierten über die Bedeutung des Namens Rhena aufgeklärt, der laut Schmidt in jedem Fall Wasser bedeute. Ob zweifaches Wasser, Wasser am Wald oder reines Wasser sei dabei nicht ganz eindeutig. Alle Interessierten, die bisher Rhena nur auf dem Weg zwischen Korbach und Willingen mit dem Auto durchquert hatten, erfuhren eine Menge Neues und Geschichtliches über den Ort.Die ortsansässigen Vereine brachten sich in den historischen Ortsrundgang mit ein: seien es die Frauen des Dorf- und Heimatvereins, die Kuchen gebacken hatten, die Feuerwehr und der Ortsbeirat beim Würstchengrillen oder der Musikverein, der an der Grillhütte eine Kostprobe seines Könnens gab. Von Heike Saure

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