Amerikanische Show „Amazing Shadows“ zieht gut 550 Zuschauer in der Stadthalle in ihren Bann

Schwebend leicht und bezaubernd

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Eine Reise in bunte, fantasievolle und atemberaubende Welten bei Amazing Shadows in der Korbacher Stadthalle.

Korbach - Es ist wie in einem Traum - für den Zuschauer, wenn im Sekundentakt bunte, zauberhafte und spannende Welten entstehen, aber auch für die Künstler, die seit ihrem Erfolg bei „America‘s got Talent“ zu Stars geworden sind.

Das Licht in der voll besetzten Stadthalle erlischt, das Gemurmel verstummt. Auf der Leinwand zeichnet sich ein blaues Licht ab, Vivaldis Vier Jahreszeiten erklingen, und die Schatten der ersten Tänzer zeichnen sich ab. Sie beginnen sich zu drehen, elegant und schwerelos, es erscheinen immer mehr, große wie kleine Schatten.

Ein Tribut

Und plötzlich werden aus Menschen Bäume und Pflanzen, der Froschkönig erscheint, verwandelt sich Sekunden darauf zu einer Tulpe. Die Schatten sacken ab und formen sich zu einer Raupe, die sich zu einem prächtigen Schmetterling entfaltet.

Es ist der Auftakt zur Amazing- Shadows-Show und damit zu einer Reise in eine bunte, zauberhafte Schattenwelt. Die Tänzer der Gruppe „Catapult“ spielen mit den Dimensionen und lassen zu Musik Geschichten auf der Leinwand lebendig werden.

Das Prinzip ist einfach: Eine weiße Leinwand, buntes Licht, stimmungsvolle Musik und Tän-zer bilden ein Schattentheater. Was die Gruppe aus Amerika darstellt, geht aber weit über das übliche Schattenspiel hinaus. Die Tänzer von Catapult erzählen Geschichten, sie berühren, verzaubern, fesseln. Für ihre Shows kommt es auf höchste Präzision an.

Innerhalb weniger Sekunden wird aus einer jungen Tänzerin eine alte Frau, ein Hund paddelt durch bewegtes Meer, und mit einem Happs bleibt von einem großen Apfel nur noch das Kerngehäuse übrig. Die Zuschauer lohnen das Spiel mit den Dimensionen immer wieder mit Zwischenapplaus, lachen begeistert und lassen sich fallen. Zum Beispiel in die Geschichte des Monds, den Kinder zu fangen und zu tragen versuchen, der durch die Luft saust und schwerelos scheint.

Kurz darauf tauchen sie in die gefährliche Doppelwelt der Hausfrau ein, die nebenbei gegen Schurken in bester Bond-Manier kämpft. Oder gehen mit einem kleinen Jungen auf eine Reise, die sich als Liebeserklärung an seine Eltern entpuppt. Berührend war der Act „Meilensteine“, wo die Tänzer die Entwicklung von Kindern zum Erwachsenen darstellten - als Tribut an die Kinder, die dem Attentat in Newtown zum Opfer fielen.

Die kleinen Geschichten bringen die Zuschauer zum Schmunzeln und zum Mitfiebern, sie berühren durch die Leichtigkeit, mit der Bilder entstehen und sich wandeln. Diese Faszination war es, die die Gruppe im vergangenen Jahr in Amerikas Castingshow so erfolgreich werden ließ. Schon 2008 gründete Adam Battlestone die Gruppe, und mittlerweile verdienen die Tänzer mit ihren Auftritten ihr tägliches Brot. Ein amerikanischer Traum - auf der Bühne und im wahren Leben.(nic)

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