Mehr als 100 Boote nehmen an Demonstrationsfahrt auf Edersee teil

Segel hissen zum Dank für vollen See

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Vöhl-Asel Süd - Einen positiven Akzent wollten die Wassersportler von Eder- und Diemelsee setzen: Mit einer eindrucksvollen Geschwaderfahrt von Bringhausen nach Herzhausen bedankten sie sich für den hohen Wasserstand.

Kaum hatten sie ihre Boote im vergangenen Jahr verkehrstüchtig gemacht, sank das Wasser im Edersee ins Bodenlose. „Jetzt ist der See voll“, freute sich Andreas Happich von der Wassersportgemeinschaft Edersee-Diemelsee, „das sei ein guter und optimistisch stimmender Einstieg in die vor uns liegende Sommersaison.“ Und das wollten die Wassersportler feiern und hatten für den 1. Mai zu einer Geschwaderfahrt von Bringhausen nach Herzhausen eingeladen. Eine Demonstratitionsfahrt im besten Sinne sollte es werden und auch Vertreter des Wasser- und Schiffahrtsamtes waren eingeladen und segelten mit. Dass sich am Ende mehr als 100 Segel- und Motorboote auf den Weg nach Asel Süd machen würden, begleitet von Fahrradfahrern und Wanderern - das hatten die Veranstalter wohl anfangs nicht erwartet.

Am Ende bot sich den vielen Ausflüglern, die rund um den See unterwegs waren, ein beeindruckendes Bild. Mit gehissten Segeln, bei schönem Sonnenwetter und einer frischen Brise, kamen die Boote gestern Mittag in Asel an. Hier sammelten sie die Wanderer auf, die den Weg von Bringhausen zufuß hinter sich gelegt hatten und brachen ins rund acht Kilometer entfernte Herzhausen auf. Fast eine Stunde brauchten sie für die schöne Strecke - Kanuten, Segler und Motorboots-Kapitäne kamen gegen kurz vor zwei in Herzhausen an.

Mit an Bord eines der Segelboote war auch Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke. „Wir freuen uns über die sensible Wasserbewirtschaftung, die uns im Moment einen gut gefüllten Edersee beschert“, erklärte er. Das sei ein Ergebnis der Verhandlungen und ein erster guter Schritt in die richtige Richtung. Vielen Touristen, die im vergangenen Jahr vom leeren Edersee gehört hätten, könne nun ein positives Signal gegeben werden. Plünnecke warnte aber auch davor, Weser und Eder gegeneinander auszuspielen. „Wir gehören zusammen und leben voneinander“, betonte er.

Bis zum Vollstau fehlten am Montag noch 22 Zentimeter, der Inhalt wurde mit 197 Millionen Kubikmetern gemessen. „Ein Grund zum Feiern“, waren sich die Teilnehmer der Aktion einig und trafen sich zum Ausklang der großen Geschwaderfahrt wieder in Asel Süd. (resa)

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