Redakteur Matthias Schuldt bereitete beim Jubiläumsfest Spaghetti zu

WLZ serviert „Waldecker Veronika“

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Im Kochstudio (v. l.): Matthias Schuldt, Michael Stich und Elmar Schulten.Foto: Natalie Volkenrath

Korbach. - „Kulinarisch durchs Jahr“: Ebenso wie in der gleichnamigen WLZ-FZ-Serie servierte die Heimatzeitung ihren Lesern beim „Tag des offenen Verlages“ am Samstag selbst zubereitete Leckereien. Redakteur Matthias Schuldt verrät sein Rezept.

Um kulinarische Genüsse für die Feiertage vorzustellen, startete die WLZ-FZ in der Adventszeit mit ihrer Koch-Serie. Landfrauen und Mitarbeiter stellten ihre Lieblingsrezepte vor. Da die Leser schnell auf den Geschmack kamen und auch eigene Rezeptvorschläge einreichten, entschied das Team, dass es auch 2012 kulinarisch durchs Jahr geht. Seitdem kochen Leser und Mitarbeiter an jedem zweiten Samstag in der WLZ-FZ.

Beim „Tag des offenen Verlages“, an dem sich die 125 Jahre alte Heimatzeitung am vergangenen Wochenende präsentierte (wir berichteten), durfte eine Kochshow somit nicht fehlen: Moderiert von Redakteur Elmar Schulten (Bad Arolsen), traten am Samstag drei Köche an den Herd des mobilen Küchenwagens auf dem Korbacher Obermarkt.

Elke Jäger, Vorsitzende der Waldecker Landfrauen aus Strothe, bereitete Upländer Käsepfannkuchen vor.

Das Rezept finden Interessierte im 2011 erschienenen „Waldecker Land-Kochbuch“, das die Landfrauen zusammengestellt haben.

WLZ-FZ-Leser Hans-Dieter Otten, gelernter Koch und Pensionswirt aus Usseln, servierte ein „fleischloses Gulasch“ aus Pilzen und Paprika zu einem Kranz aus Buchweizen-Risotto. Dazu gab es Ruccola-Salat und als Dekoration Bratapfel-Ringe.

Im Küchenwagen, der dank der Videoübertragung auf eine Großbildleinwand zum Kochstudio wurde, zauberte auch Redakteur Matthias Schuldt (Bad Wildungen) aus regionalen Produkten ein leckeres Gericht. „Ich habe dich selten so intensiv arbeiten sehen“, scherzt Moderator Schulten, als sein Kollege mit Töpfen und Pfannen wirbelte, um wenig später seine Spaghetti „Waldecker Veronika“ zu kredenzen.

Hier das Rezept zum Nachkochen: Zutaten: 500 g Spaghetti, 500 g weißer Spargel, 500 g grüner Spargel, 250 g Kräuterseitlinge, Salz, Pfeffer, Bourbon-Vanillezucker, fruchtiger Weißwein, geklärte Butter oder Butterschmalz, etwas Serrano- oder Parmaschinken

Für den Spargelsud: 2 l Wasser, Salz, Zucker, 1 kg Spargel, Haushaltsmischung, geschält

Für das Pesto: eine Handvoll frischer Estragon, 2 – 3 Zweige Pfefferminze, Schale einer Zitrone, Parmesan, Sonnenblumenöl, je 2 EL Pinien- und Cashewkerne, Salz, Pfeffer, ein Schuss Balsamicoessig.

Zubereitung: Für das Pesto die Kerne trocken anrösten, mit etwas geriebenem Parmesan, Salz, Pfeffer, abgeriebener oder abgezesterter Zitronenschale, Kräutern, Essig, etwas Zitronensaft mit so viel Öl mit dem Pürierstab mixen, dass eine sämige Mischung entsteht.

Für den Spargelsud die angegebenen Zutaten köcheln, bis die Flüssigkeit auf etwa 500 Milliliter reduziert ist. Weißen Spargel schälen, in kleine Abschnitte schneiden. Grünen Spargel um etwa 1,5 Zentimeter von unten kürzen, ungeschält in Abschnitte schneiden.

Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Pilze und Spargel dann getrennt bei mäßiger Hitze in geklärter Butter/Butterschmalz anbraten, bis die Gemüse jeweils Farbe annehmen, aber noch Biss haben. Kurz bevor sie fertig sind, salzen, den Spargel außerdem mit etwas Vanillezucker glasieren und mit einigen Spritzern Weißwein ablöschen. Pilze und Spargel aus der Pfanne holen, beiseitestellen und pfeffern.

Die laut Packung halbfertig ­gegarten Spaghetti abschütten, in Butterschmalz kurz anbraten und so lange immer ­wieder kleine Mengen des Spargelsuds angießen, bis sie al dente sind und sich mit dem Sudaroma vollgesogen haben. Das ­Gemüse dazutun, alles kurz noch einmal durchschwenken. Pesto, ­einige Cashew- und Pinienkerne mit etwas gehobeltem Parmesan und Schinkenschnipseln darübergeben – fertig. Guten Appetit.

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