Korbach

Show-Team lässt die Originale alt aussehen

- Korbach (ahi). Tolle Musical-Melodien vor schütter besetzten Rängen – die Korbacher Musical-Night litt unter den Unbilden der Witterung.

Höhepunkte aus 80 Jahren Musicalgeschichte versprach Conferencier und Schlagzeuger Axel Törber den Unentwegten, die trotz Temperatursturz und Pfützen ins Freilichttheater gekommen waren. Und mit „Phantom der Oper“, „Dancing Queen“, „Staying alive“ oder „We will rock you“ gelang es fünf Sängern und der sechsköpfigen Band, das kleine Auditorium (1/3) in eine begeistert mitklatschende Menge zu verwandeln. „Singin’ in the rain, extra für Korbach eingeschoben“, scherzte der in dieser Produktion auf Liebhaberrollen abonnierte Brady Swenson vor seiner Stepptanznummer. Aber bei diesem Klassiker hatte die schillernde Show schon deutlich an Tempo zugelegt, mit ihrer flotten Interpretation von Cabaret legte Corie Townsend noch einen drauf im Reigen der traditionellen Musicals. Auch die Interaktion des Ensembles mit der stark aufspielenden Band gehörte von Beginn an zu den Aktivposten. Insbesondere mit „Mister Sax“ Bernd Hübner, der mit einem stürmischen Tenor-Saxofonsolo dem Dirty-Dancing-Duo von Brady Swenson und Corie Townsend bei „She’s like the wind“ zusätzliche Dynamik verlieh oder mit einem sparsamen, aber entscheidenden Akzent im Liebesduett „Solange ich dich hab“ (Wicked – die Hexen von Oz) Magie versprühte. Kurz vor der Pause prallten Tradition und Gegenwart unmittelbar aufeinander: beim spektakulären Jodelschmankerl „Ich brauch ’nen Mann“ aus der unlängst zu Musicalehren gelangten Karl-May-Film-Parodie „Der Schuh des Manitou“ und „Ol’ man river“ aus „Show Boat“ (1927).

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Mittwoch, 12. August 2009.

Kommentare