Willingen: Bürgermeister legt Haushalt 2012 vor

Situation ist weiterhin angespannt

- Willingen (bk). Die Haushaltssituation im Upland ist und bleibt angespannt. Trotz aller Sparmaßnahmen und bereits beschlossener Einnahmeerhöhungen ist es nicht möglich, den Etat 2012 auszugleichen. Der Ergebnishaushalt weist ein Defizit von 304 000 Euro auf.

„Die Anforderungen an die Gemeinde sind sehr hoch und gleichzeitig ist der sicherlich nur schwer zu erreichende Haushaltsausgleich auch weiterhin ein wichtiges finanzpolitisches Ziel“, betonte Bürgermeister Thomas Trachte, der dem Parlament gestern den Entwurf der Haushaltsatzung vorlegte.Der Verwaltungschef machte deutlich, dass die Handlungsspielräume äußerst eingeschränkt sind, zumal die Gemeinde nur über begrenzte Einnahmemöglichkeiten verfügt. Die Wahrnehmung von Pflichtaufgaben macht einen großen Teil des Haushalts aus; hierzu gehören beispielsweise Abwasser- und Abfallentsorgung, Wasserversorgung, Kindergärten, Bestattungswesen, Brand- und Katastrophenschutz und viele andere Aufgaben.

Spielräume gibt es hingegen bei den freiwilligen Aufgaben (zum Beispiel Dorferneuerung, Dorfgemeinschaftshäuser, öffentlicher Personennahverkehr, Wirtschafts- und Tourismusförderung). „Es sind gerade die freiwilligen Aufgaben, die auf entscheidende Weise die Attraktivität einer Gemeinde ausmachen und damit für Pluspunkte sorgen“, so Thomas Trachte. Diese Attraktivität ist aus seiner Sicht die Voraussetzung dafür, dass sich Menschen im Upland wohlfühlen, hier arbeiten können und leben wollen.

„Der Spannungszustand zwischen Wünschenswertem und Machbarem hat die Haushaltsberatungen im Gemeindevorstand geprägt. Entschieden haben wir uns vorrangig für das Sparen“, berichtete das Gemeindeoberhaupt. Da aus dem Ergebnishaushalt keine freien Mittel für notwendige Investitionen bereitgestellt werden können, benötigt die Gemeinde zur Deckung von Investitionsausgaben weitere Kredite.

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