Abbruch des alten und Baubeginn des neuen Kampfrichterturms am Mühlenkopf

Skiclub setzt einen Meilenstein

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Der alte Kampfrichterturm an der Willinger Mühlenkopfschanze wird Stück für Stück demontiert. Als nächstes wird der 50 Meter hohe Baukran für den Neubau platziert.

Willingen - Der Willinger Skiclub auf dem Weg in die sportliche Zukunft: Der Verein setzt an der Mühlenkopfschanze einen weiteren Meilenstein für zukünftige Weltcup-Skispringen.

Während der alte Turm von freiwilligen Helfern Stück für Stück demontiert wird, haben die Arbeiten für den Bau des neuen Kampfrichterturms an der größten Großschanze der Welt begonnen. Mit erheblichem Aufwand wurden an dem sehr steilen Gelände zunächst vier Fundamente für das Kranpodest ausgebaggert. Das hat ein sogenannter Schreitbagger übernommen, der an einem Seil über Umlenkrollen gesichert wurde. Für die Fundamente wurden 100 Kubik-meter Beton verarbeitet.

Auf die unteren Fundamente hebt ein 250-Tonnen-Kran fünf Betonteile, die ein Gewicht von jeweils fast fünf Tonnen haben; so viel wiegt ein sehr großer asiatischer Elefant. Diese exakt bemessenen Betonteile sollen den Höhenunterschied ausgleichen. Es ist vorgesehen, darauf am Donnerstag den Baukran zu platzieren, der 50 Meter hoch ist. Zum Vergleich: Das Willinger Eisenbahnviadukt als weiteres Wahrzeichen des Weltcup-Ortes neben der Willinger Mühlenkopfschanze ist 31 Meter hoch. Sobald der Baukran steht, geht es mit den Fundamenten für den neuen Kampfrichterturm weiter.

Derzeit steht vom alten Turm nur noch das Untergeschoss, das am nächsten Wochenende abgerissen werden wird. Die Grundfläche des alten Bauwerkes soll als Zwischenlager für die Baumaterialien dienen. Die Treppenaufgänge links und rechts der Schanze wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Außer dem Kamprichterturm wird eine fest installierte Flutlichtanlage an der Mühlenkopfschanze errichtet. Die Kosten für beide Vorhaben belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. 1,4 Millionen Euro stellt das Land Hessen bereit. Der Landkreis und die Uplandgemeinde beteiligen sich mit jeweils 200000 Euro an dem Großprojekt. (r)

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