Eppe

Solarkraftwerk soll 400 Kilowatt Leistung bringen

- Korbach-Eppe (jk). In Eppe soll ein Solarpark auf grüner Wiese entstehen. Für das Sonnenkraftwerk muss das Baurecht geändert werden. Die Signale aus dem Parlament zeigen auf grünes Licht für den Investor.

Die Sonne ist das größte und wichtigste Energieversorgungsunternehmen im ganzen Planetensystem. Für die Stromversorgung auf der Erde könnte die Sonne noch viel stärker genutzt werden. Dabei sind die technischen Fortschritte – gerade auch bei deutschen Unternehmen – enorm. Auf vielen Dächern in Korbach und Umgebung gehören Fotovoltaikanlagen längst zum gewohnten Bild. In Eppe soll nunmehr ein Freiflächen-Solarpark entstehen, der Leistung wie ein kleines Kraftwerk bringt. Nach anfänglich kleineren Planungen strebt Investor Dr. Franz-Georg Loth einen Solarpark an, der rund 400 Kilowatt Spitzenleistung (Peak) bringt. Was die Siliziumscheiben tagtäglich an Energie produzieren, hängt natürlich auch vom Wetter ab. Bei gutem Wetter kommt ein solcher Solarpark also in eine Größenordnung wie Biogasanlagen hierzulande – Geruch allerdings ausgeschlossen. „Der Bau könnte sofort beginnen“, betonte Loth am Mittwoch auf WLZ-FZ-Frage. Er ist momentan beruflich in den USA. Loth hofft, das Projekt möglichst schon nächstes Frühjahr zu verwirklichen. Doch dies hängt auch von der baurechtlichen Genehmigung ab. Ein Antrag liegt inzwischen bei der Stadt vor. Dabei geht es um eine Fläche von insgesamt 3,5 Hektar am Aussiedlerhof der Loths in Eppe, für die Bebauungs- und Flächennutzungsplan geändert werden sollen. Im Ausschuss für Bauen und Umwelt des Parlaments stieß das Projekt am Dienstagabend auf einhellige Zustimmung. Voraussetzung ist, dass mit dem Investor ein sogenannter „vorhabenbezogener Bebauungsplan“ vertraglich besiegelt wird. Im Klartext: Das Baurecht gilt nur für dieses Gelände und das entsprechende Projekt. Berücksichtigt werden sollen dabei zugleich Argumente aus dem Dorf. Denn der Ortsbeirat ist zwar prinzipiell für regenerative Energiequellen, aber die Auswirkungen auf Landschafts- und Ortsbild sollen berücksichtigt werden. Zudem pocht der Ortsbeirat auf eine Verpflichtung des Investors zum Rückbau, sollte der Solarpark einmal keinen „Saft“ mehr liefern.„Ich kann es nur begrüßen, wenn wir (im Raum Korbach) die erste Freiflächen-Fotovoltaikanlage erhalten“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich. Grünen-Sprecher Daniel May pflichtete ohnehin bei, ebenso Reinhold Sude (SPD), Arno Wiegand (FDP) und Karl-Georg Wieck (CDU) – wenn der Wunsch des Ortsbeirats bedacht wird. „Was mir wichtig ist: Der Stadt dürfen auf keinen Fall Kosten entstehen“ durch das Projekt, sagte Wieck. Aber dies wird durch den baurechtlichen Vertrag ausgeschlossen.

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