Abwechslungsreiches Festival der Instrumente in Heringhausen - Neue Diemelseekönigin vorgestellt

Sommer-, Sonnen- und Liebeslieder

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Bis Diemelseekönigin Verena Meier (l.) aus dem Amt scheidet, gehört die Schärpe noch ihr, aber ihre Nachfolgerin Ann-Katrin Heinrich darf sie schon mal halten.

Diemelsee-Heringhausen - Sechs verschiedene Auftritte boten beim Festival der Instrumente in Heringhausen Musik für jeden Geschmack. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die zukünftige Diemelseekönigin Ann-Katrin Heinrich präsentiert.

Zwei Jahre mussten Musikfreunde am Diemelsee warten, am Samstag war es wieder so weit: Der Heimat- und Verkehrsverein richtete das Festival der Instrumente in Heringhausen aus. Bei angenehmem Wetter genossen die Besucher neben dem Haus des Gastes vielfältige Musik von sechs verschiedenen Künstlern und Bands aus Waldeck und dem Sauerland.

Der „Musikexpress Sauerland“ eröffnete das Fest mit Schlagern von Udo Jürgens bis Andrea Berg - oft unter reger Beteiligung des Publikums. „Damit das Ganze nicht langweilig wird, mischen wir es ein bisschen durch“, erklärte Norbert Lange, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereines. Die ersten drei Musikformationen des Abends wechselten sich deshalb mit kurzen Auftritten ab.

Beim Drehorgel-Duo aus Marsberg erklangen nicht nur typische Leierkastenmelodien, sondern auch bekannte Stücke, die die Zuschauer laut mitsingen ließen. Die in historische Gewänder gekleideten „Spielleute Rückenbücken“ aus Padberg kamen ganz nah ans Publikum heran. Mit Liedern über das Musikantenleben, Wein, Weib und Gesang luden sie zum Schunkeln ein. Bei den vorgetragenen Volksliedern ging es auch schon mal zotig zu - und Männer und Frauen neckten sich wegen des „kleinen Unterschieds“.

Auch einen optischen Genuss stellte die „Adorfer Knüppelmusik“ dar. Die Trommler vom Spielmanns- und Musikzug Adorf warfen und schwangen ihre Stöcke und zeigten aufwendige Choreografien - blieben dabei aber immer im Rhythmus.

Dann hatte Stefanie Bechtold aus Flechtdorf ihren Auftritt. In Erinnerung an den zu Ende gehenden Sommer spielte sie Sommer-, Sonnen- und Liebeslieder. Stücke der Korbacher Songwriterin VRI und bekannte Titel wie Bobby Hebbs „Sunny“, Adeles „Make you feel my Love“ oder Lenny Kravitz’ „Fly away“ passten ins sommerliche Ambiente.

Norbert Lange unterbrach das Konzert, um den ehrenamtlichen Helfern zu danken, die das Festival ermöglicht hatten. Zusammen mit der Diemelseekönigin Verena Meier ehrte er Waltraud Bangert, Ursel Schäfer, Irmgard Stuhldreher, Rosi Pohlmann und Uschi Ulbrich für ihr langjähriges Engagement bei den drei jährlichen Feiern am Backhaus und darüber hinaus. Lange dankte auch der am 31. Oktober aus dem Amt scheidenden Diemelseekönigin und präsentierte ihre Nachfolgerin Ann-Katrin Heinrich. Die 21-Jährige aus Benkhausen werde später im Jahr noch ausführlicher vorgestellt, erklärte Lange.

Ohne festes Programm ging danach der in Basdorf geborene Basti Hamel auf die Bühne: „Wir wollen mal sehen, was passiert“, erklärte er. Und so spielte er zusätzlich zu seinen selbst komponierten, teils nachdenklichen Titeln auch Klassiker wie „Hit the Road Jack“ oder Bob Dylans „Knocking on Heaven’s Door“. Auch die „Adorfer Knüppelmusik“ war nochmals zu genießen, bevor der „Musikexpress Sauerland“ das vielseitige Festival der Instrumente am späten Abend ausklingen ließ.

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