Bürgermeister-Direktwahl in der Kreisstadt · Ergebnisse nach 18 Uhr auf wlz-fz.de

Sonntag: Duell ums Rathaus

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Klaus Friedrich (52, links), Wahlsieger 2000, wiedergewählt 2006, geht am Sonntag in seine dritte Direktwahl. Martin Dörflinger (43), SPD-Fraktionschef im Stadtparlament, geht erstmals bei einer Direktwahl ins Rennen.

Korbach - Der Bürgermeister-Wahlkampf ist auf der Zielgeraden: Amtsinhaber Klaus Friedrich (parteilos) oder Herausforderer Martin Dörflinger (SPD) – darüber entscheiden Korbachs Wähler am Sonntag.

Vier Wochen haben wir Klaus Friedrich (52) und Martin Dörflinger (43) intensiv begleitet, ihnen in der heißen Phase des Wahlkampfs einiges abverlangt: Interviews, private Fragen, Reportagen im Dialog mit Wählern, Philosophieren am Lieblingsplatz, Praxistest in Politik, Heimatgeschichte und Ortskenntnis – und nicht zuletzt das große öffentliche Wahlforum der Waldeckischen Landeszeitung in der Stadthalle.

Als Zusammenfassung und Orientierung ist dies auf unserer Homepage im Internet zu finden: wlz-fz.de. Dort berichten wir am Sonntag ab 18 Uhr auch fortlaufend über die aktuellen Wahlergebnisse aus Korbacher Ortsteilen und der Kernstadt. Die ersten Ergebnisse aus den kleineren Ortsteilen dürften erfahrungsgemäß bereits ab 18.10 Uhr verfügbar sein.

Live mitverfolgen lässt sich der Wahlabend im Korbacher Rathaus, wo nach 18 Uhr die Ergebnisse aus den 15 Wahlbezirken der Kernstadt, den 14 Ortsteilen und zwei Briefwahlbezirken zusammenlaufen. Ergebnisse und Schaubilder werden im Sitzungssaal fortlaufend in Großprojektion gezeigt. Später am Abend treffen sich die Kandidaten und ihre Wahlkampfteams dann bei ihren Wahlpartys: Klaus Friedrich, unterstützt von CDU und FWG, im Gasthaus „Krone“; Martin Dörflinger, unterstützt von SPD und Grünen, im „El Torito“ am Obermarkt.

Prognosen zur Wahl, die sind in den vergangenen Tagen verstärkt in persönlichen Gesprächen und an vielen Stammtischen diskutiert worden. Am Sonntag gegen 19 Uhr wissen die Korbacher mehr – auch über die Wahlbeteiligung, die 2006 bei nur knapp über 50 Prozent lag.

Eine allgemeine (nicht repräsentative) WLZ-Umfrage im Vorfeld der aktuellen Wahl zeigt zumindest: Bürgermeisterwahlen scheinen höher im Kurs zu stehen als Bundestags- und Landtagswahlen. Denn über den Chefsessel im Rathaus können Wähler direkt entscheiden, Personen stehen im Vordergrund. Parteizugehörigkeit der Kandidaten ist für die große Mehrheit der Befragten eher nicht entscheidend für den Ausgang der Wahl.

Wahlkarte vergessen?

Ein Ergebnis zur Wahl in Korbach liegt bereits vor: Die Zahl der Briefwähler steigt. Bis Freitagabend hatten bereits über 2100 Wähler per Brief ihre Stimme abgegeben. 2006 waren es rund 1900.

Im Vorfeld der Wahl hat die Stadt an alle Wahlberechtigten eine Wahlkarte geschickt. Wer die Wahlkarte vergessen oder verloren hat - kein Problem: Im Wahllokal reicht auch ein Personalausweis. Wer auch sein Wahllokal nicht kennt - ebenfalls kein Problem: Das Bürgerbüro im Rathaus gibt Auskunft - Samstag bis 13 Uhr, Sonntag bis 15 Uhr.(jk)

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