Kinder-Uni-Olympiade in Korbach: 60 Kinder im Wettstreit um die längste Brücke

Spiel mit Gesetzen der Physik - Video

+
Karl (11) und Jakob (10) bauen mit magnetischen Stäbchen und Kugeln eine Balkenbrücke, die immerhin knapp 40 Zentimeter überspannt. Foto: Lutz Benseler

Korbach - Planen, konstruieren, bauen, testen, verbessern: Mit Physik und Teamwork sind Korbacher Nachwuchs-Ingenieure am Dienstag in den Wettstreit um die längste Brücke getreten.

Die Zeit läuft: Karl (11) und Jakob (10) öffnen den Karton mit den magnetischen Kugeln und Stäbchen, aus denen sie in einer dreiviertel Stunde eine möglichst lange und stabile Brücke bauen sollen. „Nur zu zweit ist die Aufgabe zu schaffen“, erklärt Ingenieurin Sandra Carstens von der Uni Kassel. Gemeinsam mit Professor Detlev Kuhl leitet sie den Wettbewerb in der Stadthalle, den der Serviceverbund Eisenberg als Extra an die abgelaufene Staffel der Kinderuni angehängt hat.

Die Theorie haben die beiden Brücken-Experten bereits in einer Vorlesung vor wenigen Wochen vermittelt. Jetzt geht es an die Praxis: Insgesamt 60 Kinder stellen in den beiden aufeinanderfolgenden Runden ihr Wissen um die Gesetze der Physik unter Beweis.

Neben handfester Ingenieurskunst geht es auch um soziales Brückenbauen: „Die Paarungen sind ausgelost“, erklärt Heinz-Willi Müller, Geschäftsführer des Serviceverbundes. In den Teams bauen jeweils zwei Kinder, die sich noch nicht kennen. Karls und Jakobs Bauwerk wächst indes in die Länge: „Wir haben die auf der Karte nachgemacht“, verrät Karl. Auf den Eintritts-Tickets ist schon eine fertige Balkenbrücke abgebildet.

Eine Minute vor der Zeit sind beide schließlich mit ihrer Konstruktion fertig. Zwar haben sie noch ein paar Teile übrig, aber ihre Brücke überspannt immerhin 38,5 Zentimeter. Ein paar Tische weiter verfeinern Philipp (11) und Felix (8) die auf der Karte abgebildete Variante und wandeln sie zur Bogenbrücke um. Beide wissen: Die Gefahr, dass eine Brücke bricht, ist in der Mitte am größten. Weil bei der Bogenbrücke nur Druckkräfte wirken, sind größere Spannweiten möglich. Die beiden Tüftler haben auf die richtige Technik gesetzt: Ihre Brücke überspannt 40,5 Zentimeter. Damit sind sie die Sieger der ersten Runde. Karl und Jakob schaffen es immerhin auf Platz 3. (lb)

Kommentare