Stadt Korbach lädt zum neunten Spielfest ein

Ein Spielerparadies

Korbach - Den letzten Ferientag haben sich Kinder in Korbach mit dem Spielfest versüßt. Es gab viele Möglichkeiten, Spaß zu haben – und dabei Neues kennenzulernen. (Foto: Figge)

Hunderte Kinder tummeln sich in Stadtpark und Allee, in jeder Ecke finden sie einen Zeitvertreib – die Stadt Korbach hat zum Spielfest eingeladen. Es geht um den Spaß, aber es bleibt nicht aus, dass die Mädchen und Jungen schon vor Schulstart einiges lernen. Paul etwa dreht seine Runden auf dem Kettcar-Parcours, als ihn der Ehrgeiz packt und er eine Verfolgungsjagd startet. Diese endet jäh, als sein Vordermann über eine Wippe fährt, mit deren erhobenem Ende Paul dann kollidiert. Lange hält ihn das nicht auf, in der nächsten Runde weiß er um den Wert von Sicherheitsabstand.

Am anderen Ende des Spielerparadieses weist Karl-Heinz Ködding sechs Jungs in das Spiel Bubble-Ball ein: Es ähnelt Fußball, die Mannschaften sind aber in große Luftblasen gekleidet. Kollisionen bleiben da nicht aus: „Die wichtigste Regel: Beim Doppelpfiff ruht alles“, erklärt der Schiedsrichter, „ansonsten könnt ihr euch umrammeln, wie ihr lustig seid.“ Stürze vermeiden heißt es hingegen bei den Highwalkers des TSV Korbach, die Mädchen und Jungen das Stelzenlaufen beibringen.

Neue Erfahrungen suchen auch die Kinder, die beim Graffiti-Stand Schlange stehen, um sich ganz ohne Ärger mit Sprühdosen auszutoben. Lehrmeister finden sie auch beim Parkour-Workshop: Willi Busch, Florian Fricke, Henry Hübschmann und Rico Gastaldo bringen Neugierigen den Spurt über Hindernisse bei. Das braucht manchmal einige Versuche, aber sie wollen die Lust am Sport und weiteren Workshops wecken. Die Korbacher Feuerwehr gibt Gelegenheit, sich an der Löschpumpe als Nachwuchsbrandschützer auszuprobieren – Joel und Tim bekämpfen zielsicher die auf Holzscheiben gemalten Flammen.

Andere Kinder üben sich weiter in Spielen, die sie schon kennen: Viktoria spielt eine Partie mit ihrem Schachlehrer Wolfgang Käding. Sie wehrt fleißig Bedrohungen ihrer Figuren ab, die Lücke in seiner Verteidigung bemerkt sie erst nach einigen Zügen. Sie geht vorsichtig alle Optionen durch, bevor sie zieht: „Ich kann mich ja gar nicht mehr bewegen“, stellt Käding fest. „Und du stehst im Schach“, sagt Viktoria strahlend, „Schach matt.“

Jana erklimmt derweil in wenigen Handgriffen die Kletterwand – sie ist geübt. Die zweite Tour wird schwieriger: Nach Nieselregen ist die rechte Route noch etwas glitschig. „Am Nachmittag hat das Wetter sich berappelt“, hält Christoph Knebel vom Korbacher Kulturamt fest. Damit habe dem letzten Höhepunkt der Ferien nichts im Wege gestanden: „Einfach losgehen und spielen“, laute die Devise. Von Wilhelm Figge

9131332

Kommentare