Korbach

Sprechen, um die Welt zu verstehen

+

- Korbach (nv) Sprache ist ein wichtiger Baustein, um die Welt zu entdecken. Erzieherin Jennifer Müller soll mit Korbacher Kindergartenkindern gezielt ins Gespräch kommen. Bundesmittel ermöglichen die Einstellung der Fachkraft für Sprachförderung.

„Wir sind stolz, mit der Beschäftigung von Jennifer Müller als Sprachförderkraft ein Leuchtturmprojekt in der Region vorzustellen“, betont Bürgermeister Klaus Friedrich. „Sprache ist der große Schatz der Kinder, und ihre Förderung muss daher im Kindergarten beginnen. Das gilt nicht nur für Kinder mit Migrationshintergrund.“ Die Stadt Korbach widme sich diesem Thema daher seit 2007 . „Bildung in Kindergärten und Schulen ist für mich eine Herzensangelegenheit – zum Wohle der Kinder und der Eltern“, ergänzt der Rathauschef. „Wir wollen in unseren Kindergärten nicht nur Aufbewahrung bie-ten, sondern hohe pädagogische Ansprüche leben.“

Die Bewerbung um die Aufnahme in das bundesweite Förderprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ (siehe Hintergrund) ist für Friedrich daher ebenso konsequent wie für Kultur- und Sozialamtsleiterin Ute Ehringhausen. Nach dem Zuschlag durch das Bundesfamilienministerium schauten sie sich in den eigenen Reihen nach einer Fachkraft um, die sich der Sprachförderung in Vollzeit widmen kann. Jennifer Müller, Erzieherin im Kindergarten Laake, war zur Stelle. „Wir haben zwar das Handwerkszeug zur Sprachförderung, aber uns fehlt die Zeit. Oft müssen wir Gespräche abbrechen, weil wir für alle Kinder da sein müssen“, berichtet Marion Kurth, Leiterin der Kindertagesstätte Kunterbunt im Eidinghäuser Weg und Expertin für Sprachförderung in Korbach. Sie freut sich über die Unterstützung durch Jennifer Müller. „Sie kann zuhören, gezielt Gespräche führen und die Kinder zum Sprechen anregen, so dass sie Sicherheit gewinnen.“

Jennifer Müller arbeitet laut Ute Ehringhausen einen halben Tag im Eidinghäuser Weg und einen halben Tag in der Strother Straße. Den Mitarbeiterinnen der anderen Kindertagesstätten steht sie ebenfalls zur Seite. Die 26-jährige Erzieherin, die aus Korbach stammt, ist bestens vorbereitet. Sie hat vor ihrer Ausbildung nicht nur einige Semester Grundschullehramt studiert, sondern auch bereits eine Fortbildung zum Thema „Spielerische Erfahrung mit Schreiben, Sprach- und Leseförderung für die Kleinsten“ absolviert.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 8. April

Kommentare