Korbacher Christdemokraten laden zum Neujahrsempfang

Staatsminister will "eigene Gestaltungskraft" wecken

- Korbach (nv). „Die CDU Korbach kann die Zukunft nicht voraussehen“, betont Stadtverbandsvorsitzender Tim Oberlies beim Neujahrsempfang am Samstag im „Hotel Touric“. Aus Sicht des 21-Jährigen ist es allerdings auch viel entscheidender, auf die Zukunft vorbereitet zu sein.

„Natürlich sind 21 Jahre jung für einen Vorsitzenden“, legt Oberlies die Karten bei seiner ersten Neujahrsansprache offen auf den Tisch. Für die Korbacher Christdemokraten sei es ein großer Schritt gewesen, sich sowohl bei der Kommunalwahl als auch bei der Neuwahl zum Stadtverbandsvorstand im vergangenen Jahr zu verjüngen. „Der gute Mix zwischen Jung und Alt macht den Vorstand allerdings standfest und zukunftssicher“, ist Oberlies überzeugt.

Trotz eines nicht einfachen Kommunalwahljahres – die CDU verlor zwei Sitze und den Vorsitz in der Stadtverordnetenversammlung – bescheinigt Fraktionschef Heinz Merl seiner Partei einen guten Start. „Wir diskutieren offen miteinander.“ Mit Blick auf 2012 hofft der Korbacher auf ein „gutes Jahr in der kommunalpolitischen Zusammenarbeit“ und auf die Unterstützung von Amtsinhaber Klaus Friedrich bei der bevorstehenden Bürgermeisterwahl.

Die Idee, einen Beitrag für das Gemeinwesen leisten zu wollen, hat Festredner Michael Boddenberg eigenen Angaben nach zur Politik gebracht. Der Fleischermeister aus Frankfurt fungiert in der hessischen Landesregierung als Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes beim Bund. Obwohl er somit die Nahtstelle zwischen Landes- und Bundespolitik bildet, ist die Kommunalpolitik für den Südhessen dennoch die wichtigste politische Säule. „Mit kommunalpolitischen Entscheidungen haben es die Menschen tagtäglich zu tun.“ Gespräche auf kommunalpolitischer Ebene zu führen, wie beim Neujahrsempfang in Korbach, ist für den Minister daher wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit.

Damit die Gesellschaft und mit ihr die in der Schuldenkrise steckende EU zukunftsfähig sind, fordert Boddenberg: „Wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, dass die Menschen wieder Vertrauen in ihre eigene Gestaltungskraft bekommen.“

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 6. Februar 2012.

Kommentare