Heimischer Energieversorger garantiert Sicherheit bis August 2015

Stabile Erdgaspreise bei EWF

- Trotz der Ukraine-Krise soll der Gaspreis für Kunden des heimischen Energieversorgers Energie Waldeck-Frankenberg stabil bleiben. Bis August 2015 wird eine Garantie gegeben.

Da sich die Ukraine-Krise deutlich verschärft hat, geht die Furcht um, dass Russland den Gashahn zudrehen und in Deutschland die Flüssiggasversorgung ins Stocken geraten, die Preise in die Höhe schnellen könnten. Schließlich bezieht Deutschland rund 40 Prozent der Gasimporte von Russland, rund die Hälfte davon wird durch die Ukraine transportiert. Das hätte auch Auswirkungen auf die Energiever­sorgung in Waldeck-Frankenberg. Doch Stefan Schaller, der Geschäftsführer des heimischen Versorgers Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), beruhigt: „Die EWF-Kunden sind von derzeit befürchteten Preissteigerungen beim Erdgas ausgenommen“, ­erklärt er. Die Erdgaspreise der EWF würden bis zum 31. August 2015 unverändert bleiben. Für Erdgasnutzer, die sich mit einem stabilen Erdgaspreis bis Ende September 2016 absichern möchten, habe die EWF mit dem neuen Angebot „EWF Easy Gas Konstant 2016“ vorgesorgt. Danach sichere sich eine vierköpfige Familie in einem rund 15 Jahre alten Einfamilienhaus mit durchschnittlichem Erdgasverbrauch von 15 000 Kilowattstunden pro Jahr mit monatlichen Mehrkosten von 1,98 Euro den derzeit ­gültigen Erdgaspreis für weitere 23 Monate, erklärte EWF-Sprecherin Heike Bayerköhler. Zuletzt hatte die EWF die Gaspreise im Oktober 2011 erhöht, seitdem werden sie gehalten. Möglich seien der stabile Preis und die Versorgungssicherheit durch die langfristig angelegte Beschaffungsstrategie der EWF, erklärt Heike Bayerköhler. EWF beziehe von mehreren großen Vorlieferanten in Deutschland Erdgas, die wiederum aus verschiedenen Ländern beliefert würden. Das Gas werde in riesigen Tanks gespeichert. Sollte es bei der Gaslieferung aus Russland zu Engpässen kommen, würde über Versorgungsleitungen aus anderen Ländern mehr geliefert. „Auch wenn es im kommenden Winter knackig kalt wird – die Versorgung ist gesichert“, sagt die Unternehmenssprecherin auf Nachfrage der Waldeckischen Landeszeitung. Dabei wächst das Netz der EWF in Waldeck-Frankenberg stetig. „Erdgas ist rund ein Drittel billiger als Erdöl, das überzeugt immer mehr Haushalte. Es sind so viele neue Anschlüsse geplant wie noch nie zuvor“, sagt Heike Bayerköhler. Erdgaskunden hätten allein durch die Umrüstung von Heizöl auf Erdgas während der vergangenen Jahre rund 1000 Euro jährlich an Heizkosten eingespart. Eine bis zu 30-prozentige Einsparung durch eine moderne Heizung mit Erdgas-Brennwerttechnik steigere diesen Effekt weiter, sagt auch Stefan Schaller.Im vergangenen Jahr lieferte Energie Waldeck-Frankenberg 891,4 Millionen Kilowattstunden Erdgas an ihre Kunden (mehr als 18 500 Erdgaszähler). War das Leitungsnetz 2003 noch 636 Kilometer lang, ist es inzwischen auf 816 Kilometer angewachsen. (md)

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