Korbach

Stadtumbau im Blick der Bürger

- Korbach (jk). Die beiden öffentlichen Top-Projekte in Korbach präsentierte die Stadt in einer Bürgerversammlung: Hallenbad und Bürgerhaus. Die Korbacher scheinen mit den Plänen sehr zufrieden.

„Zukunftsorientiert und bezahlbar“ sollen Korbachs wichtigste Bauprojekte sein, prophezeite Bürgermeister Klaus Friedrich am Montagabend bei der öffentlichen Präsentation im Bürgerhaus. Bewohner, aber auch Baufirmen dürfen erwartungsvoll sein. Zwar geht es keineswegs um Luxusbauten, aber dennoch summieren sich die Umbauten für Bürgerhaus und Hallenbad auf rund zehn Millionen Euro. Noch im laufenden Jahr sollen beide Vorhaben beginnen, wobei die Entkernung des alten Hallenbads bereits begonnen hat. Der Startschuss zum Umbau des Bürgerhauses kann fallen, wenn das Stadtarchiv umgezogen ist. Neues Domizil sind frühere Druckereiräume des Bing Verlags im Gebäude der Waldeckischen Landeszeitung. Beifall waren die Protagonisten bereits gewohnt: Friedhelm Schmidt als Projektleiter fürs Hallenbad sowie Bauamtsleiter Burkhard Fincke, der beim Bürgerhaus die Regie führt. Und diesen Beifall für offenbar schlüssige Pläne ernteten Fincke und Schmidt auch am Montagabend vor rund 130 Korbachern, die zur Versammlung ins Bürgerhaus gekommen waren. Eingeladen hatte Parlamentschef Heinz Merl. Moderner, schöner, besser nutzbar – und trotzdem geringere Kosten für Betrieb und Energie. Das ist die Devise der Stadt für beide Projekte. Dabei wird die Erweiterung des Bürgerhauses als „Impulsprojekt“ aus dem Landesprogramm „Stadtumbau in Hessen“ zu etwa 50 Prozent gefördert. Ebenfalls Landeszuschüsse, wenn auch prozentual deutlich weniger, gibt es für das Hallenbad. So kompakt und schlüssig die Pläne dargelegt wurden, bleiben doch viele Details noch zu klären. Dazu sollte auch die Bürgerversammlung dienen: Anregungen, Wünsche und Kritik der Bürger aufzugreifen. Bleibt es bei exakt 25 Metern im Sportbad, um auch Wettkämpfe durchführen zu können? Das fragte etwa Heino Klemme. Denn die Becken im Hallenbad werden künftig mit Edelstahlwannen zur besseren Haltbarkeit versehen. Ja, die Bahnlänge bleibt erhalten, versicherte Schmidt. Kerstin Fricke wünschte sich Halterungen am Becken für einen neuen Trendsport: Balancieren auf Gurten. Der Leiter des evangelischen Altenpflegeheims untermauerte, die Belange für Rollstuhlfahrer nicht zu vergessen. Und Hans-Henning Segler würde das Flachdach überm Hallenbad lieber durch ein Satteldach ersetzen lassen. Aber für höhere Dachaufbauten müsste eine Etage des Hotels „Touric“ aufgegeben werden, erläuterte Schmidt – und das soll nicht geschehen. Barrierefreier Zugang, besser nutzbare Küche, mehr Raum für Singen bis Theater, zusätzliche Abstellflächen im Keller – das waren Themen rund ums Bürgerhaus. „Ne dicke Frau hat da Probleme“, sorgte sich eine ältere Korbacherin auch um ausreichend große WC-Räume. Ansprechpartner im Rathaus für weitere Anregungen: Christoph Knebel (Vereine), Tel. 53-332; Sandra Deutschendorf (Bauamt), Tel. 53-324; Bauamtsleiter Burkhard Fincke, Tel. 53-311.

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