Korbach

Der Stadtwald bekommt neue Bäume

- Korbach (resa). Rund 740 Bäume pflanzten die Louis-Peter-Schüler am Mittwochmorgen im Korbacher Stadtwald. Die Aufforstungsaktion soll die Kyrillschäden lindern und wird mit 3000 Euro von Fielmann unterstützt.

Auf den Hügeln über Korbach fegt ein kalter Wind. Die fleißigen Siebtklässler der Louis-Peter-Schule lassen sich davon nicht abhalten. „Los geht's“, ruft Klassenlehrer Klaus Zieske – und die Kinder zögern nicht. Schließlich haben sie eine Aufgabe: Rund ein Hektar Kyrillfläche gilt es zu beackern. Der Fichtenwald, der dem Sturm nicht standhalten konnte, wird nun durch Ahorn und Kirsche ersetzt. „Damit passen wir uns hier dem fruchtbaren Boden an“, erklärt Revierleiter Peter Frese von HessenForst. Das Waldstück zwischen Lengefeld und Goldhausen gehört der Stadt und hat unmittelbar nach dem Sturm manchen Euro in die Kassen gebracht. In den vergangenen drei Jahren war das Holz der umgestürzten Bäume abtransportiert und verkauft worden. Nun ist die Fläche bereit zur Aufforstung. Und die übernahmen am Mittwoch mit Hilfe von Revierleiter Peter Frese und zwei Waldarbeitern die Schüler der Klasse 7 b der Louis-Peter-Schule. Die bewegen sich anfangs unsicher auf neuem Terrain, dank Klassenlehrer Zieske, der einst selbst als Förster arbeitete, packen die Jungen und Mädchen dann aber schnell eifrig mit an. Rund 740 Bäume pflanzen die Schüler. Die Kosten von 3000 Euro übernimmt komplett die Firma Fielmann. „Seit Jahrzehnten pflanzen wir für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum“, erzählt Sabine Köppe, Filialleiterin in Korbach. Bürgermeister Klaus Friedrich dankt es dem Unternehmen: „Mit den Bäumen macht uns Fielmann ein tolles Geschenk“, lobt er. Für das ehrenamtliche Engagement der Louis-Peter-Schüler spendiert Friedrich 100 Euro für die Klassenkasse. Und die haben sich die Siebtklässler auch redlich verdient. Rund fünf Stunden lang pflanzen sie die 1,20 Meter hohen Bäumchen und umwickeln sie anschließend mit einemSchutz gegen Wildverbiss.Jedes Jahr wachsen die Bäume jetzt rund 30 Zentimeter. „Wenn ihr als Erwachsene hierher zurückkehrt, könnt ihr euren Kindern zeigen, welche Bäume ihr gepflanzt habt“, erklärt Frese. Mit der Aktion hätten sie so nicht nur der Stadt und der Umwelt einen großen Gefallen getan, sondern auch sich selbst, fügt Friedrich hinzu.Rund 200 000 Bäume wurden nach Kyrill in Freses Revier zwischen Lengefeld und Hillershausen bereits gepflanzt, etwa 50 000 Bäume stehen noch aus. Bis die Spuren des Sturms verblassen, werden also noch Jahrzehnte vergehen.

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