Wechsel im Vöhler Rathaus zum 1. Dezember · Abschied von Harald Plünnecke am 15. November

Stappert als Bürgermeister vereidigt

+
Der neuer Vöhler Bürgermeister, Matthias Stappert, leistet seinen Eid. Mit dabei sind sein Vorgänger Harald Plünnecke, Karl-Heinz Stadtler als Vorsitzender der Gemeindevertretung und die neue „First Lady“.

Vöhl - Er versprach Einsatz, Kompetenz und Bürgernähe: Am Montagabend legte Vöhls neuer Bürgermeister Matthias Stappert seinen Amtseid ab. In knapp drei Wochen wird sein Vorgänger in der Henkelhalle feierlich verabschiedet.

„Der König ist tot, es lebe der König!“, sagt Harald Plünnecke, schmunzelt kurz und stellt dann fest, dass er froh ist, in einer Demokratie zu leben, in der die Nachfolge ein bisschen anders geregelt ist. Nach 24 Jahren tritt der Bürgermeister­ der Gemeinde Vöhl ab und übergibt die Urkunde an Matthias Stappert. Fünf Wochen bevor der Sauerländer seinen Schreibtisch im Rathaus bezieht, legt er am Montagabend seinen Amtseid ab.

Beteiligungskultur schaffen

„Der Erfolg hat viele Väter“, sagt er dann und dankt den Wählern, der Familie und seinen Unterstützern. „Dieses Wahlergebnis ist Verpflichtung und Ansporn zugleich“, ergänzt er und erinnert daran, dass mehr als die Hälfte der Vöhler bereits im ersten Wahlgang für den unabhängigen Kandidaten aus dem „Ausland“ stimmten. „Ich verspreche umfassenden Einsatz, Kompetenz und Bürgernähe“, sagt Matthias Stappert und kündigt regelmäßige Bürgersprechstunden in allen Ortsteilen an. „Und ich werde parteiunabhängig agieren“, ergänzt der Olsberger.

Neben ihm steht Ehefrau Birgit, die ihm nickend und lächelnd Unterstützung und Rückhalt verspricht. Ohne zu murren habe die Familie geholfen und sei nun auch beim Umzug nochmal gefordert. Und auch auf die Menschen in Vöhl zähle er. „Ihre Ideen sind gefragt“, ruft er den vielen Gästen zu, die an diesem Abend für ein volles Haus in der Henkelhalle sorgen, „lassen Sie uns gemeinsam eine Beteiligungskultur schaffen.“ Denn er ist sicher, es sei klug, den Menschen erst zuzuhören, um sich dann eine Meinung zu bilden. Um auch künftig in Zeiten leerer Kassen als Gemeinde handlungsfähig zu bleiben, sei das Engagement der Bürger gefragt. „Nur so können wir gestalten, weiterentwickeln und erhalten, was uns wichtig ist“, betont der neue Bürgermeister.

Unterstützung für sein neues Amt sagt ihm Bürgermeisterkollege Hartmut Linnekugel aus Volkmarsen stellvertretend für alle Kollegen im Landkreis zu: „Willkommen in der Familie der Bürgermeister“.

Und auch die eigenen Gemeindevertreter begrüßen ihren neuen Bürgermeister in ihren Reihen: „Wir versprechen Ihnen nicht Gefolgschaft, aber eine offene Diskussion“, sagt Karl-Heinz Stadtler als Vorsitzender der Gemeindevertretung. Es gebe wichtige Aufgaben zu erledigen, sagt Stadtler und nennt die Chancen des demografischen Wandels und die Umsetzung der Schuldenbremse. „Wir erwarten von unserem Bürgermeister, dass er Impulse gibt, Entwicklungen begleitet und Ziele gemeinsam mit den Gemeindevertretern festlegt und in die Tat umsetzt.“ Gestalter und Moderator solle er sein, wünscht sich Stadtler.

Dass er diesen Aufgaben gerecht werde, daran habe er keinen Zweifel, sagt Harald Plün­necke. Ohnehin sei es nicht möglich, es allen recht zu machen. Und dann verspricht er: „Ich werde Ihnen das Feld überlassen und mich nicht einmischen, aber natürlich können Sie mich jederzeit ansprechen.“(resa)

Kommentare