Adorfer Mittelpunktschule feiert 50-jähriges Bestehen mit einer vielfältigen Festwoche

Sternwanderung aus fünf Richtungen

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Musikalische Einladung zur Jubiläumswoche der Adorfer Mittelpunktschule: Alle Grundschüler sangen gestern Mittag nach der Sternwanderung auf der Bühne „Komm, wir feiern ein Fest …“. Bis Freitag will die Schulgemeinde mit ihren Gästen feiern.

Diemelsee-Adorf - Mit der Sternwanderung begann am Montag die Jubiläumswoche der Adorfer Mittelpunktschule.

Aus der gesamten Großgemeinde Diemelsee, aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen, aus Gembeck, dem Upland und sogar aus Berndorf und Mengeringhausen besuchen derzeit Kinder und Jugendliche die seit 50 Jahren bestehende Mittelpunktschule. Zum Auftakt der Jubiläumsfeiern machten sich gestern Vormittag Schüler und Lehrer von fünf Punkten aus auf zu einer Wandertour, die sie an ihrem „Bildungstempel“ am Dansenberg zusammenführte:

In Giershagen starteten die 29 Jungen und Mädchen aus Nordrhein-Westfalen.

In Benkhausen versammelten sich Deisfelder, Schwalefelder, Usselner und Benkhäuser, unterwegs schlossen sich auch die Sudecker der Gruppe an.

32 Flechtdorfer und Korbacher wanderten zunächst nach Wirmighausen, mit den 25 dortigen Schülern ging es gemeinsam weiter nach Adorf.

42 Giebringhäuser, Heringhäuser, Ottlarer und Stormbrucher trafen sich in Heringhausen, unterwegs kamen 30 Rhenegger dazu.

In Vasbeck brachen 41 Berndorfer, Gembecker, Mengeringhäuser und Vasbecker auf.

Außerdem ging eine Gruppe Adorfer den auswärtigen Kindern entgegen. Auch ein paar Eltern wanderten mit. Das Wetter war ideal: trocken und nicht zu heiß. Dennoch waren einige froh, als sie es geschafft hatten.

Mit Rücksicht aufs Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft am späten Sonntagabend hatten sich die Gruppen eine Stunde später als geplant auf den Weg gemacht. Als Erste trafen die Giershagener auf dem Schulhof ein.

Verpflegung für Wanderer

Dort warteten schon etwa 25 Eltern an den Essens- und Getränkeständen. Seit 7 Uhr waren sie aktiv, um die Wanderer zu versorgen. Sie schmierten Brötchen und bauten ein Torten- und Kuchenbuffet auf, für das die Adorfer Landfrauen gebacken hatten. Außerdem gab es Laugenstangen, Schulmilch, Kaffee für die Erwachsenen und verschiedene kalte Getränke.

Auch beim Kommersabend gestern sorgten Eltern für die Bedienung. Die ganze Festwoche über stellen sie die Verpflegung sicher – ob bei den Projektarbeiten der Schüler heute und morgen, beim Sporttag mit Fußballturnier am Donnerstag oder der Projektpräsentation und dem heiteren Showabend der Lehrer am Freitag in der Dansenberghalle. Zu dem sind übrigens alle Interessenten herzlich willkommen. Bei diesem letzten Höhepunkt der Festwoche helfen auch die Landjugend und der Burschenclub aus Adorf mit.

Viele Eltern beteiligt

Etwa 150 Väter und Mütter sind von Montag bis Freitag in die Arbeiten eingebunden. Das Team aus Christine Kotthoff, Markus Gerstengarbe und Anja Bornemann vom Elternbeirat sowie Sonja Witsch vom Förderverein der Schule koordiniert ihren Einsatz, seit Januar ist es mit den Vorbereitungen auf die Jubiläumsereignisse beschäftigt. Alle hoffen, dass es diese Woche trocken bleibt: „Das Fest steht und fällt mit dem Wetter und der Mithilfe der Eltern“, sagt Markus Gerstengarbe.

Jubiläumswoche eröffnet

Nachdem alle Gruppen den vom Kollegium schon geschmückten Schulhof sicher erreicht hatten, stieg Rektor Jürgen Wohlfart auf die Bühne unter einem großen Zelt und erklärte die Jubiläumswoche feierlich für eröffnet.

„Ihr habt in kurzer Zeit gleich zwei historische Ereignisse erlebt“, rief er den Schülern zu: Die deutsche Nationalmannschaft sei zum vierten Mal Weltmeister geworden – „wir sind stolz auf unsere Jungs!“. Und die Schule feiere ihr Jubiläum. In 25 Jahren könnten die Schüler daran zurückdenken und sich in der Festschrift zum Jubiläum noch einmal die alten Bilder aus Jugendzeiten ansehen. „Ich wünsche uns eine tolle Festwoche“, sagte Wohlfart und fügte hinzu: „Ohne die Eltern hätten wir das nicht geschafft.“ Die Schüler gaben ihnen einen spontanen Applaus.

Alle Grundschüler sangen auf der Bühne „Komm, wir feiern ein Fest mit vielen Gästen, wir haben einen Grund…“ Danach trafen sich noch kurz die Projektgruppen in den Klassenräumen, um die heute beginnenden Arbeiten abzustimmen.

Beim Kommersabend würdigten der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf, Bürgermeister Volker Becker und weitere Redner die pädagogische Arbeit der Schule. Ein eindrucksvolles Konzert gab der Gitarren-Virtuose Vicente Patiz aus dem sächsischen Erzgebirge. Die Eltern boten Leckereien vom Grill an.

Von Dr. Karl Schilling

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