Erfolgreicher Hansemarkt mit ganz besonderen Aktionen

Strahlende Sternstunden in Korbach – BIldergalerie

Korbach - Schon Albert Einstein sagte: „Das Schönste, was es in der Welt gibt, ist ein strahlendes Gesicht.“ Wer am Wochenende einen Blick in die Korbacher Geschäfte warf, entdeckte einige.

Ein lauter Schuss dringt durch das Gewusel in der Fußgängerzone, die Menschen fahren kurz erschrocken auf, Kinder blicken ihre Eltern fragend an. Es ist ein Signal, was da laut durch die Wege der Hansestadt schallt. Werner Degowski und Friedrich Weber von der Bruderschaft „Sankt Barbara“ läuten die nächste Sternstunde ein.

Sternstunde, der Begriff klingt ein wenig magisch, ein wenig himmlisch und auch ein wenig weihnachtlich. Und so mag es dem ein oder anderen auch vorgekommen sein, wenn er einen Blick in den Prospekt der Korbacher Hanse geworfen hat. Für jeweils eine Stunde gab es am Wochenende viele Schnäppchen zu ergattern.

„Wir wollten keine Rabatt-Schlacht eröffnen“, erklärt Ralf Hochstaedt, Vorstandsmitglied der Korbacher Hanse. In den teilnehmenden Geschäften sollte es einfach kleine Schmankerl geben. Und so lockten die Korbacher Einzelhändler mit Prozenten und Sparangeboten – aber immer nur während einer Stunde. Die Idee zu dieser neuen Form des Hansemarkts hatte Werner Hankel. Angelehnt ist die Aktion an den „Black Friday“ in Amerika. Am Wochenende nach Thanksgiving wird in den Vereinigten Staaten die Weihnachtssaison eingeläutet – oft auch mit stündlichen Sonderangeboten. Und so blitzten in Korbach auch aus den ein oder anderen Tüten bunt verpackte Geschenke hervor.

„Wir sind sehr zufrieden“, resümierte Hochstaedt. Nicht nur Korbacher, sondern auch zahlreiche Gäste von außerhalb hätten das Angebot gut angenommen. „Viele haben unser Blättchen durchgeschaut und sind extra für ein Angebot in die Stadt gekommen“, erklärt er. Die meisten hätten dann auch weiter gestöbert.

Für die Mehrzahl der Kaufleute hat sich das Hanse-Wochenende voll rentiert. „Es macht Spaß“, findet Christine Faupel und spricht damit vielen ihrer Kollegen aus der Seele. Gerade aufgrund des schönen Wetters seien Sonntag viele Menschen in die Stadt gekommen, auch wenn es zunächst etwas schleppend anlief.

Kein Durchkommen war beispielsweise gegen Ende einer Sternstunde im Modehaus Manhenke. Dort gab es Schals zum halben Preis – und ab viertel vor drei meterlange Schlangen vor der Kasse.

Ruhiger ließ es da Jea­nette Lehnigk angehen. Sie entschied sich, passend zum Thema Sternstunde, im Schmuckgeschäft Vogell für einen kleinen „Engelsrufer“ – eine sanft klingelnde Kette.

Julia von Bose (München) zeigte bei der Firma Henkel, dass Braten gerade in unbeschichteten Pfannen wunderbar funktionieren kann. Echte Fingerfertigkeit bestaunten die Besucher bei Heidi Bröker – sie bot Fröbel-sterne in der Buchhandlung Schreiber an und versprühte damit schon einen Hauch von Weihnachten. Den Erlös spendet sie an die Kinderkrebshilfe.

Die strahlendsten Gesichter gab es aber woanders zu entdecken: beim Kinderkarussell. Wer wo und wann auch immer seine Sternstunde gefunden hat – auch im nächsten Jahr möchte die Korbacher Hanse den Aktionstag wieder durchführen. (nic)

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