„Warterei ist ein Unding“

Straße saniert: Helmscheider wartet lange auf Entschädigung

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An der Kreisstraße zwischen Helmscheid und Berndorf: Landwirt Heinrich Pohlmann ärgert sich darüber, dass Entschädigungszahlungen lange auf sich warten lassen.

Korbach-Helmscheid. Dreieinhalb Jahre hat Heinrich Pohlmann aus Helmscheid auf Entschädigungszahlungen gewartet, die ihm nach der Sanierung des Kreisstraßenabschnitts zwischen Helmscheid und Flechtdorf zustanden. Weitere Zahlungen stehen noch aus. Das berichtete der 51-Jährige unserer Zeitung. 

Korbach-Helmscheid. Wenn Heinrich Pohlmann aus Helmscheid zwischen seinem Heimatort und den Dörfern Berndorf und Flechtdorf unterwegs ist, sieht er rechts und links seine Äcker. Oft denkt er daran, wie nervig es war, als er als betroffener Grundstücksbesitzer nach beendeten Straßensanierungsarbeiten lange auf eine finanzielle Entschädigung warten musste. Konkret ging es bei den Arbeiten laut des 51-Jährigen um den Bereich auf der Kreisstraße zwischen Helmscheid und Flechtdorf vor der Kreuzung zur Landesstraße 3076. 

„2009 wurde dort die Straße instand gesetzt und verbreitert. Die Straßenverkehrsbehörde Hessen-Mobil, die die Arbeiten für den Landkreis erledigt, benötigte dafür 1000 Quadratmeter meines Landes“, so Pohlmann, der dem Grundstücksverkauf zustimmte. „Der Vertrag wurde unterzeichnet. Es stand darin aber nicht, wann genau ich die Entschädigung erhalte.“ 

Dreieinhalb Jahre später sei das Geld immer noch nicht auf seinem Konto gewesen, doch das nächste Straßenbauprojekt stand schon vor der Tür und sollte im Frühjahr 2013 umgesetzt werden. Dabei ging es um die Sanierung derselben Kreisstraße – diesmal um den Abschnitt zwischen Helmscheid und Berndorf. Auch in diesem Bereich besitzt Pohlmann Ackerland. Immer wieder nachgefragt „Ich habe schon zuvor immer wieder bei Hessen-Mobil angerufen und gefragt, wo die Entschädigung in Form von Geld oder Ausgleichsfläche für die abgeschlossene Maßnahme bleibt. 

Nie konnte man mir etwas Genaues sagen“, berichtet der 51-Jährige. Als dann irgendwann die Bagger kommen sollten, um mir dem neuen Straßenbauprojekt zu starten, habe er seine Flächen zunächst nicht hergeben wollen. „Ich habe zu Hessen-Mobil gesagt: Erst wenn ich die Entschädigung für die abgeschlossene Sanierung erhalten, verkaufe ich auch die anderen Flächen. Es hat nicht lange gedauert, da war das Geld – etwa 1000 Euro – auf meinem Konto. Nach dreieinhalb Jahren.“

Hessen-Mobil sagt dazu: „Grundsätzlich sind bei solchen Sanierungsmaßnahmen immer mehrere Ämter und Institutionen beteiligt." Die Verfahren köönten sich mitunter einige Jahre hinziehen.  

Warum Heinrich Pohlmann in einem anderen Fall immer noch auf Geld wartet und was Hessen-Mobil noch zu dem Thema sagt, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der WLZ am Freitag, 14. Oktober 

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