Korbach

Streit um Sicherheit am Kreisel

- Korbach (lb). Dr. Peter Koswig (Grüne) und die Stadt Korbach streiten sich um die Verkehrssicherheit am neuen Kreisverkehr am Knotenpunkt Wildunger Landstraße/Solinger Straße/Südring.

Die Stadt feiert den kürzlich eröffneten siebten Korbacher Kreisverkehr als Erfolg in Sachen Verkehrssicherheit. Doch das sieht Dr. Peter Koswig ganz anders: Der Grünen-Stadtverordnete spricht von einer „gefährlichen Situation“ für Radfahrer und Fußgänger und wirft der Stadt in einem Schreiben an den Magistrat vor, Ratschläge von Radverkehr-Experten seien nicht umgesetzt worden, wesentliche Bestimmungen für den Bau von Radverkehrsanlagen missachtet.

„Deutlich zu sagen ist, dass keine Gefahrenpunkte geschaffen werden und auch keine Rechtsverstöße vorliegen“, erwidert Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland auf WLZ-FZ-Nachfrage. Die „verkehrstechnische Situation“ habe sich wesentlich verbessert, stellt indes der Magistrat der Stadt in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dieser Zeitung fest. Von vorneherein seien Experten unter anderem auch vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub sowie auch Koswig selbst eingebunden worden.

Der Magistrat weiter: „Wie im Vorfeld der Umsetzung auch mit dem Vorsitzenden des ADFC und auch mit Herrn Dr. Koswig als örtlichem Interessenvertreter besprochen, wird sich die positive Wirkung im vollen Umfang erst nach Fertigstellung des zweiten Kreisels Südring/Frankenberger Landstraße weiter verstärken. Durch die Kombination beider Kreisel und die Umsetzung begleitender Maßnahmen ergibt sich dann ein geschlossenes Konzept für alle Verkehrsteilnehmer, welches sich eigentlich jedem erschließen sollte, der an der Planung beteiligt war.“

Der Stadtverordnete Koswig kritisert unter anderem, dass der Radverkehr vom Kreisel in Richtung Südring über den Gehweg geleitet wird, dabei wäre ein Radfahrstreifen möglich. Die Stadt sagt dazu: Eine Neumarkierung macht erst Sinn, wenn der Bereich im Zuge des nächsten Kreiselbaus umgestaltet wird. Aus Sicherheitsgründen ist der kombinierte Geh- und Radweg noch in beide Richtungen befahrbar.

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