Korbach

Streusalz-Vorrat geht zur Neige

- Korbach (lb). Schnee, Eis und Glätte haben den Landkreis weiter fest im Griff. Der strenge Winter hat Folgen: In den Städten und Gemeinden wird das Streusalz knapp.

Der Haufen schrumpft Tag für Tag: 20 Tonnen Streusalz lagert die Stadt Korbach noch auf dem Bauhof-Gelände. „Das reicht noch für zwei Tage“, sagt Friedhelm Schmidt, Leiter des städtischen Eigenbetriebs Technische Dienste und Feuerwehr. Nachschub ist keiner in Sicht, der Markt ist leer gefegt. „Wir versuchen jetzt, mit dem, was wir noch haben, hauszuhalten“, so Schmidt. Für Nebenstraßen in der Kernstadt und den Ortsteilen bedeutet das einen eingeschränkten Winterdienst in den nächsten Tagen. Seit Weihnachten hat die Kreisstadt 250 Tonnen Salz gestreut. Zum Vergleich: 600 Tonnen waren es im gesamten Jahr 2009.Auch in Willingen geht der Vorrat zur Neige: „Die Lage ist schwierig. Das Salz reicht vielleicht noch übers Wochenende“, sagt Amtsleiter Jürgen Querl. Auch im Wintersportort ist Sparsamkeit angesagt: Vorrangig werden Steilstrecken gestreut. Splitt als Alternative lehnt Querl ab: „Der muss im Frühjahr wieder entsorgt werden, außerdem verstopft Splitt unsere Kanäle, die gerade erst gereinigt wurden“, so der Willinger Bauhof-Chef. Selbst Privatleute schauen in die Röhre, wenn sie keinen Vorrat angelegt haben: Baumärkte bieten schon seit Tagen kein Streusalz mehr an: „Wir hatten für den 19. Dezember bestellt, bekommen jetzt aber erst Mitte oder Ende dieser Woche eine Lieferung“, sagt Uwe Rost, Leiter des Obi-Marktes in Korbach. Grundstückseigentümer müssen zu alten Hausmitteln greifen: Asche, Holzspäne oder Sägemehl können als billiges Streugut verwendet werden. Lediglich Autobahn- und Straßenmeistereien werden derzeit mit Salz versorgt. „Wir bekommen laufend Nachschub“, sagt Michael Fritsch von der Straßenmeisterei in Korbach.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Mittwoch, 6. Januar 2010.

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