Am 23. August Taufgottesdienst und Gemeindefest am Christenbörnchen

Wo Sturmius getauft haben soll?...

Usseln/Rattlar/Welleringhausen - Am Sonntag, 23. August, besteht Gelegenheit zur Taufe am Christenbörnchen, wo vor über 1200 Jahren schon Sturmius die Upländer in die christliche Gemeinschaft aufgenommen haben soll.

Der Gottesdienst, der um 10.30 Uhr beginnt, dürfte als besonderes Ereignis in die Geschichte der Gemeinden eingehen - zum einen wegen der Bedeutung des Ortes, zum anderen aber auch wegen des aktuellen Anlasses. Er soll nämlich dazu dienen, die Menschen des größer gewordenen Kirchspiels, zu dem seit dem 1. Mai neben Usseln und Welleringhausen auch wieder Rattlar gehört, enger zusammenzuführen. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht bei einem kleinen Fest Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und zu festigen.

Das Christenbörnchen liegt an der Straße zwischen Usseln und Rattlar. Der Legende nach soll hier Sturmius, ein Schüler des Bonifatius, die Upländer getauft haben. Sturmius lebte im achten Jahrhundert. Er hatte entscheidenden Anteil an der Missionierung der Menschen im heutigen nord- und osthessischen Raum. - Viele Usselner Kinder werden noch heute mit Wasser aus dem Christenbörnchen getauft. Pfarrerin Gisela Grundmann freut sich, dass im Rahmen des Gottesdienstes am 23. August ein Kind aus Rattlar getauft werden soll. Sollten weitere Gemeindeglieder aus den drei Gemeinden die Gelegenheit zur Taufe direkt an der Quelle nutzen wollen, so werden sie gebeten, sich im Pfarramt zu melden (Telefon 5154).

Geschichtsträchtiger Ort

Zu dem Gottesdienst an der geschichtsträchtigen Stelle sollen Wanderungen von Usseln und Rattlar aus veranstaltet werden. Startpunkte und Uhrzeit werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Usselner Kilianskirche statt.

Das Christenbörnchen hatte übrigens früher auch besondere Bedeutung für die Konfirmanden. Es war Ziel ihrer Wettläufe und Zwischenstation auf dem Weg zum Konfirmandenunterricht nach Usseln.(bk)

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