Sturmschäden an Turmzier der Korbacher Kilianskirche werden im Frühjahr 2016 beseitigt

Christkindwiegen am Kilian ist gerettet

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Am Kiliansturm fehlt seit 5. Juli der rechte Eckpfeiler. Die Fiale war beim schweren Sturm abgebrochen. (Jörg Kleine)

Korbach. Über den Winter soll die steinerne Zier am Kiliansturm provisorisch gesichert werden. Der Bauzaun zwischen Kirche und Museum kommt wieder weg.

Eine Sturmzelle mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern fegte am 5. Juli durch die Hansestadt. Vom Friedhof bis in die Altstadt hinterließ der Orkan eine Spur der Verwüstung. So erlebte der Sonntag des Altstadt-Kulturfests ein jähes Ende. Korbachs Wahrzeichen blieb dabei nicht verschont. Einer der vier gotischen Eckpfeiler an der Turmgalerie brach ab und stürzte rund 50 Meter in die Tiefe. Wie durch ein Wunder wurde niemand dabei verletzt. Seit September versperrt ein Bauzaun die Gasse zwischen Kilian und Museum, denn auch am Dach des Kirchenschiffs und an der seitlichen kleinen Kapelle („Münze“) richtete der Sturm Schäden an. Die Dächer sind inzwischen repariert, und auch für die zerstörte Fiale am Turm kommt die Versicherung auf. Die Reparaturen sollen indes erst im Frühjahr folgen. Bis dahin werden auch die anderen Eckpfeiler mit Gurten und Kanthölzern gesichert, erklärt Ingenieur Jürgen Kepplin. Die Sicherung erfolgt voraussichtlich in der kommenden Woche. Danach wird der Bauzaun dann zunächst entfernt, der Weg zwischen Kirche und Museum wird wieder frei. Damit steht auch dem Christkindwiegen, einer jahrhundertealten Korbacher Tradition, an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag nichts im Wege. Mancher Korbacher hatte schon befürchtet, das Christkindwiegen der Weihnachtsfreunde auf dem Turm müsse ausfallen. Denn bereits zu Weihnachten 2014 war der Kilian wegen umfangreicher Sanierung gesperrt. Bei der Reparatur der Turmzier im Frühjahr 2016 wird nicht nur der zerstörte Eckpfeiler ersetzt. Auch die drei anderen Fialen sollen gefestigt werden. (Jörg Kleine)

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