Mit Rucksack, Kamera und Mikrofon ein Jahr zu Fuß von West nach Ost - und mitten durch Korbach

Auf der Suche nach Deutschland

Korbach - Wie leben die Deutschen 25 Jahre nach der politischen Wende? Auf Schusters Rappen gehen Jörg-Christian Schillmöller und Dirk Gebhardt der Sache hautnah auf die Spur. Und die führt mitten durch Korbach.

Am Mikrofon beim Deutschlandfunk (DLF) in Köln ist Jörg-Christian Schillmöller in der großen Weltpolitik zu Hause. Irak, Syrien, Wirtschaftskrise, Eurozone, Merkel, Kreml, Putin, Obama und das Weiße Haus sind Schauplätze und Namen seines Metiers. Gemeinsam mit seinem kongenialen Reporterkollegen Dirk Gebhardt ist er nunmehr auf der Suche, wie die großen Themen der Welt „am Boden ankommen“ – nämlich mitten in Deutschland.25 Jahre nach Mauerfall und Wiedervereinigung wollen sie wissen, wie die Deutschen leben, was sie denken, was sie ausmacht – und haben eine Wanderstrecke quer durch die Republik gelegt für eine journalistische Entdeckungsreise. Schillmöller (44) mit Stift und Mikrofon, Gebhardt (45) mit dem Fotoapparat, so lautet die Arbeitsteilung. Denn im Hauptberuf ist Gebhardt Professor für Bildjournalismus an der Fachhochschule Dortmund. Ihre Geschichten finden sie auf der Straße. Aus Richtung Winterberg haben sich Schillmöller und Gebhardt auf ihrer fünften Etappe am Dienstag bis nach Korbach durchgeschlagen. Zwischen Fachwerk und Gotik, Museum und Schlauchturm der Feuerwehr wollen die West-Ost-Reporter vor allem eines wissen: Was macht Korbach aus – diese Hansestadt, die zwischen Kassel, Paderborn und Marburg viel mehr sein muss und will als ein Punkt auf der Landkarte? Und wie steht es etwa um die Seele eines Waldeckers? Was Schillmöller und Gebhardt erleben, das gibt es beim „Sonntagsspaziergang“ (11.30 Uhr) des DLF im Radio, auf Facebook (1JahrDeutschland) oder auf der Homepage www.einjahrdeutschland.de zu erfahren. (Jörg Kleine)

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom 12. März.

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