Goddelsheimer gehört zu den besten Lehrlingen Deutschlands · Werben für duale Ausbildung

„Super-Azubi“ Kevin Kastens in Berlin geehrt

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Großer Tag: Kevin Kastens wird bei seiner Ehrung in Berlin von Moderatorin Barbara Schöneberger interviewt.

Berlin/Lichtenfels. - Die Indus- trie- und Handelskammer hat am Montagabend in Berlin die besten Auszubildenden Deutschlands geehrt. Zu den 224 „Super-Azubis“, die ihre Prüfungen mindestens mit dem Ergebnis „sehr gut“ abgelegt haben, gehört auch Kevin Kastens aus Goddelsheim. Der 20-Jährige hat seine Ausbildung zum Zimmerer bei der Finger Haus GmbH in Frankenberg (Eder) absolviert (wir berichteten).

Gastgeber Dr. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), begrüßte neben Festredner Günter H. Oettinger, EU-Kommissar für Energie, auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete und weitere prominente Gäste im Maritim Hotel Berlin. Barbara Schöneberger moderierte die Veranstaltung mit viel Charme. Unter den 1000 Gästen waren die Angehörigen und Vertreter der Ausbildungsbetriebe, die die Preis- träger nach Berlin begleiteten.

Dr. Eric Schweitzer überreichte den über 200 anwesenden Auszubildenden ihre Urkunden und Pokale und betonte, dass eine duale Ausbildung sich lohne - „für die Unternehmen, für die Jugendlichen und für die Gesellschaft“. Der DIHK-Präsident gratulierte den Preisträgern: „Sie haben eine phantastische Leistung vollbracht. Sie sind die besten Azubis 2013 in Ihrem Beruf - nicht nur in Ihrer Region, nicht nur in Ihrem Bundesland, sondern in ganz Deutschland. Und das bei mehr als 330 000 Teilnehmern an den IHK-Abschlussprüfungen.“ Schweitzer bedankte sich bei Ausbildungsbetrieben, Eltern und Berufsschullehrern, ohne deren Engagement der Erfolg der Besten nicht möglich gewesen wäre.

Schweitzer warnte vor dem anhaltenden Trend zum Stu-dium: „Jahrelang haben wir unter dem Druck der OECD alles dafür getan, unsere Akademikerquote zu erhöhen. Inzwischen platzen unsere Hörsäle aus allen Nähten, während Unternehmen händeringend um Azubis werben.“ Dem Wirtschaftsstandort drohe damit Schaden, denn Innovationskraft und Wettbewerbsfä- higkeit hingen in hohem Maße von der dualen Ausbildung ab.

Viele IHK-Ausbildungen, so Schweitzer weiter, könnten mit Hochschulausbildungen anderer Länder ohne weiteres mithalten und hätten mit ihrer Praxisnähe einen entscheidenden Vorteil. Eine breite Palette spannender Berufe biete Karrierechancen für Hauptschüler, Real-schüler und Abiturienten gleichermaßen. Mit der nationalen Bestenehrung werden nicht nur hervorragende Leistungen der Auszubildenden geehrt. Ebenso soll das Engagement der betrieblichen und schulischen Ausbilder gewürdigt werden. (r)

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