Atempause bis 2018

Tennishalle vorerst gesichert: TSC Korbach betreibt Center am Westring in Eigenregie

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Der TSC Korbach betreibt die Tennishalle künftig in eigener Regie. Bis 2018 will der Verein ein langfristiges Konzept entwickeln, solange greift die Stadt dem TSC unter die Arme.

Korbach. Die Zukunft des Tennis-Centers am Westring ist vorerst gesichert: Der TSC Korbach will die Halle bis 2018 in eigener Regie betreiben. Mit großer Mehrheit haben die Mitglieder des Vereins am Dienstag in einer Sondersitzung für den Plan gestimmt.

Eine Atempause für die Tennisfreunde in der Region: „Wir versuchen jetzt erst mal, die Halle am Leben zu erhalten“, sagte TSC-Vorsitzender Heinz Luckey im Gespräch mit der WLZ. 

Nachdem vor wenigen Wochen Pläne des TSV 1850/09 Korbach, die Halle in ein modernes Sportzentrum umzubauen, an der Finanzierung gescheitert waren, blieb die Zukunft der Halle erneut im Ungewissen. Ziel sei nun, die bisherigen Nutzer an Bord zu halten und neue hinzu zu gewinnen, so Luckey. 

Die Stadt, der die Halle seit Sommer gehört, greift dem Verein dabei bis April 2018 unter die Arme. So lange verzichtet das Rathaus auf die Pacht, anschließend will sie das Gebäude für den Hessentag nutzen. Wie es danach weitergeht, hängt davon ab, ob es dem TSC gelingt, ein tragfähiges Konzept für den langfristigen Betrieb der Tennishalle zu entwickeln. 

Eine finanzielle Herausforderung, denn in dem rund 40 Jahre alten Gebäude stehen größere Investitionen an. Unter anderem muss der Dura-Teppichboden-Spezial, mit dem die fünf Felder belegt sind, erneuert werden. Die Kosten dafür dürften im sechsstelligen Bereich liegen, schätzte Luckey. Schon jetzt muss der TSC die laufenden Kosten für Strom, Gas, Wasser und Versicherungen finanzieren. Personalkosten sollen keine entstehen: „Wir machen das ehrenamtlich“, sagte Luckey. 

Kurzfristig geplant ist darüber hinaus ein elektronisches Zugangssystem, das Online-Buchungen zu Hause am PC oder an einem Terminal im Foyer der Halle ermöglicht. Für die Gastronomie des Centers gebe es bereits eine Bewerberin, sagte Luckey außerdem.

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