Spaziergänger verärgert über Reifenspuren in Korbacher Grünanlagen

Tiefe Spuren im milden Winter

Korbach - Beim Spaziergang durch die Grünanlagen entdeckten Korbacher am Wochenende tiefe Reifenspuren im nassen Gras - und reagierten verärgert. Bauhofleiter Friedhelm Schmidt bittet nun um Verständnis und verweist auf den milden Winter.

Die Reifen haben sich in die Wiese gegraben und dunkle Erde zutage gebracht. „Bei meinem Spaziergang durch den Korbacher Grüngürtel habe ich mich am Samstag sehr erschreckt“, schreibt Werner Lamm im Mitmachportal von WLZ und FZ, myheimat.de. Die Grünflächen seien wohl durch die Benutzung zu breiter Fahrzeuge und Unachtsamkeit beschädigt worden. „Nicht nur an den Rändern, sondern auch auf den Flächen im Schießhagen, im Hexengarten, im Stadtpark und in der Allee sind tiefe Reifenspuren zu sehen“, schreibt er weiter und bittet den Bürgermeister um eine Reaktion. Schließlich müsse die Wiederherstellung wohl mit Steuergeldern bestritten werden.

Tatsächlich waren die Mitarbeiter des Korbacher Bauhofs in der vergangenen Woche in den Grünanlagen unterwegs. Deren Chef, Friedhelm Schmidt, bittet auf Nachfrage der Waldeckischen Landeszeitung um Verständnis. „Das Zeitfenster für Baumschnittarbeiten ist klein“, erklärt der Bauhofleiter. Vom 1. Oktober bis zum 28. Februar darf der Bauhof schneiden. „Natürlich wäre es uns auch lieber, wenn wir über gefrorenen Boden fahren könnten“, sagt Schmidt, „aber das funktioniert in diesem Jahr nicht.“ Der Winter sei so mild, dass die Mitarbeiter nicht auf den Frost warten könnten, um mit den Arbeiten zu beginnen.

Vor allem der Sturm in den vergangenen Wochen habe dafür gesorgt, dass die Mitarbeiter des Bauhofs Totholz aus den Bäumen holen mussten. „Da geht die Sicherheit der Bürger einfach vor“, sagt der Bauhofleiter.

Die Maschinen seien schwer und könnten deswegen nicht über 500 Meter getragen werden. Und die Fahrzeuge hätten Normbreiten. „Wir wollen unseren eigenen Boden ja auch nicht zerfahren“, sagt Schmidt, „aber diese Arbeiten müssen eben gemacht werden.“

Mit Blick auf den Frühling aber ist der Bauhofleiter optimistisch. Die Kosten seien nicht hoch, um die Wiese wieder in Ordnung zu bringen. „Mit ganz geringen Mitteln ziehen wir die Flächen wieder gerade“, sagt Friedhelm Schmidt, „und dann sähen wir neuen Rasen.“

Von Theresa Demski

Den kompletten Beitrag von Werner Lamm finden Sie unter www.myheimat.de/beitrag/2660869.

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