Zeitzeugin im Unterricht: Saskia von Brockdorffs Mutter wurde von den Nazis hingerichtet

Tochter einer mutigen Frau

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Saskia von Brockdorff schildert am Donnerstag im Geschichtsunterricht der neunten Klassen von Johannes Grötecke und Eric Laube das Schicksal ihrer Mutter, der 1943 hingerichten NS-Widerstandskämpferin Erika von Brockdorff.

Korbach. „Erinnerung ist eine schwierige Kiste“, stellt Saskia von Brockdorff am Ende der Doppelstunde fest. Wer könnte das besser als die 79-Jährige beurteilen. Sie ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter 1943 von den Nazis hingerichtet wird.

Erika Gräfin von Brockdorff gehörte der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ an. Eisern wie der Vorhang, der nach dem Krieg Deutschland teilt, schweigt ihr Vater, berichtet die Zeitzeugin den Schülern zweier neunter Klassen der Alten Landesschule. Erst nach dem Fall der Mauer und der Öffnung sowjetischer Archive bekommt Saskia von Brockdorff Dokumente zu sehen, mit denen das verschwommene Bild ihrer Mutter Konturen annimmt.

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