Landjugendgruppen übergeben Erntekronen · Wirmighäuser beim Bundespräsidenten in Berlin

Trachtengruppen tanzen im Landtag

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Im Landtag: Nach der Übergabe der beiden Erntekronen stellten sich die Landjugendlichen aus Laisa und Wirmighausen mit Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich, Landtagspräsident Norbert Kartmann (Bildmitte) und anderen Politikern zum Gruppenfoto auf.

Diemelsee-Wirmighausen - Die Landjugendgruppen aus Laisa, Wirmighausen und Hofgeismar haben im Hessischen Landtag zwei Erntekronen an das Parlament und an Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich übergeben.

Bei der traditionellen Zeremonie im Anschluss an die Parlamentssitzung am Dienstagabend unterhielten die Gruppen die Landespolitiker zudem mit Volkstänzen. Einmal mussten auch Puttrich und ihre Kollegen mittanzen. Die Ministerin und Staatssekretär Mark Weinmeister hatten sich zuvor mit Mitgliedern der Landjugend über landwirtschaftliche Themen unterhalten.

Die Erntekrone-Übergabe an das Landwirtschaftsministerium fand bereits zum 56. Mal statt. Seit drei Jahren gibt es eine zweite gebundene Getreidekrone, die für den Landtag bestimmt ist. Die beiden Kronen waren in diesem Jahr von den Landjugendgruppen Wirmighausen und Hofgeismar gebunden worden.

Die Trachtengruppe aus Laisa trat zum dritten Mal in Folge bei der Feier auf. „Das war auch diesmal wieder etwas Besonderes für uns“, sagte Vorsitzender Michael Paulus nach der gelungenen Darbietung im Foyer des Landtags. Für die beiden Tänze erhielten die jungen Volkstänzer viel Applaus von den hessischen Spitzenpolitikern. Den gab es auch für die Wirmighäuser Landjugend mit ihrem etwas anderen Volkstanz: Sie tanzten in Tracht und mit Sonnenbrillen zu Metallicas Metal-Version von „Whisky in the Jar“ und zeigten damit, dass Landjugend traditionell, aber auch modern ist. „Wir tanzen gerne aus der Reihe“, sagte die Vorsitzende Miriam Backhaus.

Ministerin Lucia Puttrich und Landtagspräsident Norbert Kartmann dankten den Gruppen für ihren Besuch und lobten ihr Engagement und Traditionsbewusstsein. „50 Prozent der Hessen leben auf dem Land, zu dieser Heimatliebe gehört es auch, selbstbewusst Traditionen zu leben“, sagte Puttrich. Es sei aber auch wichtig, dass sich die Jugend vom Land in Politik, Vereinen und Verbänden engagiere.

„Die Erntekrone ist ein schönes Zeichen, sie weckt das Bewusstsein für die Landwirtschaft“, sagte die Ministerin. Mit der Übergabe der Getreide-Gebinde sei auch ein Stück Erntedank verbunden, ergänzte Norbert Kartmann.

Beim Abschlusstanz „Sternpolka“ forderten die jungen Volkstänzer aus Waldeck-Frankenberg die Landespolitiker zum Mittanzen auf. „Denn Volkstanz heißt, dass das Volk tanzt“, erklärte der Landjugend-Vorsitzende Hendrik Schmidtke aus Wirmighausen.

Für die Landjugend aus dem Diemelseer Ortsteil Wirmighausen steht in der kommenden Woche schon der nächste Höhepunkt an: Am 4. Oktober übergibt die Gruppe in Berlin eine weitere Erntekrone an Bundespräsident Joachim Gauck. Mit 16 Teilnehmern werden sie in die Bundeshauptstadt fahren und bei der Feier wieder ihren Metal-Volkstanz „Whisky in the Jar“ und einen „echten“ Volkstanz vorführen. Diese Erntekrone und die aus dem Landtag hatten die Wirmighäuser Anfang September bei der bundesweiten Landjugend-Aktion „Ich.Du.Wir.Fürs Land“ gebunden. An dieser Aktion nimmt auch die Trachtengruppe Laisa teil. Sie wird vom 3. bis 7. Oktober in einer Gemeinschaftsaktion eine Terrasse am Dorfgemeinschaftshaus in Laisa bauen.(r)

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