Korbach: Drei ALS-Schüler unter Hessens besten Physik-Olympioniken

Über den reinen Schulstoff hinaus

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- Korbach (lb). Bei Schaltkreisen bekommen sie Geistesblitze: Stefan Holzapfel, Tim Achenbach und Marcel Schröder von der Alten Landesschule in Korbach gehören zu den zehn besten Physik-Olympioniken in Hessen.

Bis in die zweite Runde des deutschen Auswahlwettbewerbs der 43. internationalen Physikolympiade haben sie es geschafft und damit unter die zehn besten Hessen. Im mittelhessischen Heuchelheim haben Stefan (18), Tim (18) und Marcel (19) am Freitag für diese Leistung eine Ehrung erhalten.Statt in den Herbstferien zu entspannen, grübelten die drei über den Aufgaben der zweiten Runde. Wissenschaftliche Literatur war dabei erlaubt, den richtigen Lösungsweg mussten die Physik-Cracks aber selbst herausfinden. Hilfen und Ausarbeitungen anderer sind verpönt.

Dabei wird den Teilnehmern einiges abverlangt: „Der reine Schulstoff hätte nicht ausgereicht, um die Aufgaben zu lösen“, sagt Physiklehrer Klaus Gottmann. „Das geht deutlich in den universitären Bereich hinein.“ So musste das Trio unter anderem eine Aufgabe zur sogenannten Pioneer-Anomalie lösen. Pioneer 10 und Pioneer 11 waren zwei typgleiche Nasa-Sonden, die in den Siebzigerjahren gestartet waren und durch eine Flugbahnabweichung auffielen. Dieses Phänomen wurde erst 2011 gelöst.

Von den zehn besten Hessen hat sich übrigens nur der beste für die Teilnahme an der dritten Runde qualifiziert, die vom 28. Januar bis zum 3. Februar in Göttingen stattfindet. Danach wird sich entscheiden, ob Hessen im Sommer bei der eigentlichen Olympiade in Tallinn (Reval) mit dabei sein wird.

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