Lösung der winterlichen Wasserprobleme soll mittelfristig in Angriff genommen werden

Überlegung: Den Itterbach anzapfen

Willingen - Winterliche Willinger Wasserprobleme: Wenn bei frostigen Temperaturen die Beschneiungsanlagen an allen Skihängen Tag und Nacht laufen, ist der Schneiteich auf dem Ettelsberg nach einer Woche leer. Bürgermeister Thomas Trachte: „Das Thema wird uns beschäftigen. Wir müssen das Problem mittelfristig lösen.“

Der Schneiteich auf dem Willinger Hausberg wird mit Wasser aus der Hoppecke gespeist. „Es gibt eine gute partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Liftbetreibern. Wir teilen die zur Verfügung stehenden Kontingente auf“, berichtete Herbert Rummel (Gebrüder Rummel GmbH & Co KG) in der Ortsbeiratssitzung, die in dieser Woche an der Sommerrodelbahn am Ritzhagen stattfand. Das Gremium informierte sich dort über die Freizeiteinrichtungen des Unternehmens, insbesondere über den neuen modernen Sessellift, der im vergangenen Winter erstmals lief. An der Ortsbeiratssitzung nahm auch der Willinger Verwaltungschef teil, der auf eine Vielzahl aktueller Fragen einging. Zu den Themen gehörte das besagte winterliche Wasserproblem, das zu Engpässen bei der Beschneiung der Willinger Skipisten führt. Herbert Rummel: „Wir müssen für mehr Wasser sorgen.“ Da die Wassermenge, die der Hoppecke entnommen werden kann, begrenzt ist, gehen erste Überlegungen dahin, eventuell zusätzlich den Itterbach anzuzapfen. Als Schneiteich könnte der Stryckteich genutzt werden. „Das Wasservolumen müsste vergrößert und eine Pumpleitung gebaut werden“, so das Gemeindeoberhaupt. Bürgermeister Trachte machte allerdings deutlich, dass es sich dabei bisher nur um erste Überlegungen handele. „Es ist noch nichts mit den Genehmigungsbehörden besprochen.“ Wenn die Idee weiterverfolgt wird, sollen alle Beteiligten frühzeitig in die Beratungen einbezogen werden – von Anliegern und Angelsportverein über Liftbetreiber und Naturschützer bis zu den zuständigen Ämtern. In der Sitzung kam auch die Willinger Skischaukel zur Sprache. Wie bereits ausführlich berichtet, gibt es Überlegungen, möglicherweise im Hoppecketalstadion die Talstation für den geplanten neuen Skilift am Köhlerhagen zu bauen und dort auch die Möglichkeit für den Bau einer Talstation für den Sonnenlift offenzuhalten. Bürgermeister Trachte betonte, dass eine Verlegung des Fußballstadions nur in Frage komme, wenn sich dadurch für die Sportler ein deutlicher Mehrwert ergebe. Im Klartext: Von einer neuen funktionellen Sportanlage müssten nicht nur die Fußballer profitieren, sondern beispielsweise auch die Leichtathleten und die Eliteschule des Sports. Zudem müsste die Finanzierung gesichert sein. Der Verwaltungschef will im Herbst mit dem Innen- und Sportministerium vertiefende Gespräche führen. „Wir eruieren weiter und schauen, wie sich die Sache entwickelt.“ Er persönlich hält die Realisierungswahrscheinlichkeit für gering.Herbert Rummel und Gerhard Bender stellten dem Ortsbeirat die Hintergründe für den Bau des neuen Sessellifts vor. „Es war der richtige Schritt für uns und für den Ort.“ Allerdings konnte er im vergangenen Winter aufgrund der milden Witterung nur 16 Tage laufen. Der Sonnenlift war an 30 Tagen in Betrieb. Von Ulrike Schiefner

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