Korbach

Umbau des Bürgerhauses hat begonnen

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- Korbach (lb). Alles muss raus: Handwerker haben damit begonnen, das Bürgerhaus zu entkernen. In gut einer Woche soll es mit dem Rohbau losgehen.

Stromleitungen, Heizungsrohre und Heizkörper, Holzverkleidung, Bühne, Waschbecken und die alte Küche im Seniorentreff – alles, was nicht niet- und nagelfest ist, bauen die Handwerker ab. Bis auf die Mauern wird vom alten Bürgerhaus nicht viel übrig geblieben sein, wenn in gut einer Woche der Rohbau startet. Nur weniges kann im sanierten Gebäude wiederverwendet werden, etwa die Treppen. Sie werden während der Bauarbeiten mit einer Holzverschalung vor Schäden geschützt. Auch den in die Außenwand zur Nikolaikirche hin eingearbeiteten historischen Wappensteinen des Hanxleden’schen Gutshofs, der bis zu seinem Abriss 1965 an der Stelle des heutigen Bürgerhauses stand, geht es nicht an den Kragen: „Sie bleiben erhalten und werden besonders geschützt“, sagt Bauamtsleiter Burkhard Fincke.

Wenn alles nach Plan läuft, können im Dezember die ersten Weihnachtsfeiern im frisch sanierten Bürgerhaus über die Bühne gehen. 2,64 Millionen Euro plus die Innenausstattung für einen „niedrigen sechsstelligen Betrag“, so der Bauamtsleiter, investiert die Stadt in das Gebäude. Den Kostenrahmen für das Gesamtprojekt hat die Stadt mit 2,9 Millionen Euro im Haushaltsplan abgesteckt. „Nach und nach werden jetzt alle Gewerke ausgeschrieben“, sagt Fincke.

Die von außen augenscheinlichste Veränderung: Der Haupteingang liegt künftig in Richtung Nikolaikirche, der Verbindungsgang zwischen beiden Gebäudeteilen wird mit viel Glas aufgestockt und verbreitert. Wer das Bürgerhaus betritt, wird in einem großzügigen Foyer mit Freitreppe ins Obergeschoss empfangen. Der Garten im Innenhof kann durch eine zweiflügelige Tür auch für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden. Der Seniorentreff im Erdgeschoss erhält eine neue Küche. Den großen Saal im Obergeschoss betreten Besucher von der Seite, Künstler erreichen die Bühne über eine eigene Treppe aus dem Erdgeschoss. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung entstehen neue Mehrzweckräume, ebenso im Dachgeschoss.

Das frühere Stadtarchiv im Keller wird zum zentralen Stuhl- und Tischlager für das Bürgerhaus umgebaut. Über einen neuen Aufzug vom Keller ins Obergeschoss kann dann künftig auch das Mobiliar transportiert werden. Außerdem entstehen im Kellergeschoss Büros für Ortsgericht und Verbraucherberatung und Räume, in denen Chöre ihre Noten lagern können. Im Erdgeschoss weichen einige Trockenbau-Wände, „um die Kleinteiligkeit aufzuheben“, erklärt Sandra Deutschendorf vom Bauamt der Stadt.

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