Bauvorhaben zwischen Willingen und Schwalefeld

Uplandstadion für 3,7 Millionen Euro im Gespräch

Willingen - Um den eventuellen Bau eines Sportstadions ging es beim Besuch von Staatssekretär Werner Koch (Hessisches Ministerium des Innern und für Sport) in Willingen.

Koch informierte sich im Gespräch mit Bürgermeister Thomas Trachte sowie Vertretern der örtlichen Politik und der Sportvereine über das in den Augen der Upländer sehr wichtige Projekt. Mit dabei war auch Landtagsabgeordneter Armin Schwarz. Angedacht ist der Bau eines neuen Uplandstadions zwischen Willingen und Schwalefeld. Trachte verwies darauf, dass insbesondere im Bereich der nordischen Wintersportarten im Upland auf hohem sportlichen Niveau Breiten- und Spitzensport betrieben wird. Es werden nationale und internationale Erfolge erzielt. Winterberg und Willingen (Upland) bilden gemeinsam einen Olympiastützpunkt. Auf der Grundlage einer umfassenden Kooperation zwischen dem Deutschen, dem Westdeutschen und dem Hessischen Skiverband sowie den örtlichen Skiclubs und den Kommunen werden Trainingsmöglichkeiten und -angebote für talentierte Jugendliche vorgehalten. Eine große Rolle spielen in dieser Gesamtsportförderung auch die Schulen in Winterberg und Willingen, die als Eliteschulen des Sports auf die besonderen Bedürfnisse der sporttreibenden Jugendlichen eingestellt sind. Im Zusammenhang mit der Eliteschule des Sports wird durch den Hessischen Skiverband ein Skiinternat in Willingen betrieben. Aber auch Sportarten wie beispielsweise Fußball, Leichtathletik und Schulsport spielen in der Gemeinde eine wichtige Rolle.

Um die Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für alle wichtigen Sportbereiche zu verbessern beziehungsweise überhaupt erst die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, ist es aus Sicht des Bürgermeisters dringend erforderlich, einen Kunstrasen-Fußballplatz (Großspielfeld und Kleinspielfelder) sowie die dem sportlichen Standard entsprechenden Leichtathletikanlagen (400-Meter-Laufbahn, Sprunganlagen für alle Sprungsportarten, Wurfanlagen für alle Wurfsportarten) zu bauen.

Die Investitionskosten werden von den Verantwortlichen der Gemeinde auf 3,7 Millionen Euro geschätzt. „Eine solche Investitionssumme ist ohne staatliche Unterstützung nicht denkbar“, so Trachte, der den Staatssekretär bat, die Möglichkeiten einer Förderung zu prüfen. Werner Koch sagte zu, dass man sich im Sportministerium mit der Angelegenheit befassen werde. „Die Landesregierung hat ein großes Interesse an der Förderung des Leistungssports, aber auch des Breitensports. Das Vorhaben wird positive Effekte auf beide Bereiche sowie auf den Wintersportstandort Willingen haben.“ - „Die Vereine und die Gemeinde haben im Bereich der Spitzensportförderung im Upland schon viel auf die Beine gestellt und es muss deswegen unser aller Anliegen sein, die Voraussetzungen für diese gute Arbeit weiter zu verbessern“, erklärte MdL Armin Schwarz. Bürgermeister Trachte hofft nun auf positive Entscheidungen aus Wiesbaden. (r)

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