Diemelseer Ortsteil für hr-Wettbewerb ausgelost · Dorfporträt war in der Hessenschau

Vasbecker zeigen sich von bester Seite

Diemelsee-Vasbeck - Vasbeck hatte die Chance, sich als Hessens „dollstes Dorf“ zu beweisen: Am Donnerstag wählte der Hessische Rundfunk den Diemelseer Ortsteil für den Wettstreit aus, am Freitag drehten die Fernsehleute.Am Samstag war der Beitrag in der Hessenschau zu sehen.

Schon um 21.15 Uhr am Donnerstag, knapp eineinhalb Stunden, nachdem Vasbeck aus der Lostrommel gezogen wurde, rückten Reporter Bernd Bark und sein Team mit Bernd Götz (Kamera), Berthold Bödefeld (Ton) und Mark Kröll (Licht) im Dorf an. „Das war ein Überraschungsangriff“, schmunzelt Ortsvorsteher Albrecht Tobien, „der ganze Ort war in Aufruhr.“ Vor allem für Tobien selbst ging es plötzlich drunter und drüber. Nicht nur, dass er flugs das ganze Dorf auf die Beine bringen musste. Der Ortsvorsteher feierte außerdem in seinen 60. Geburtstag hinein – und die Fernsehleute kräftig mit. „Wir waren bis zwei Uhr in der ‚Vasbecker Flotte‘“, gibt Tobien freimütig zu. Allzu schlimm kann es nicht gewesen sein, denn einen Tag später sammelte die Kamera ab dem Morgen Impressionen im Ort. Und um den Fernsehleuten am zweiten Drehtag zu beweisen, wie doll ihr Dörfchen ist, ließen die Vasbecker alles stehen und liegen. Die Geschichte vom Pfarrer, der vor gut 150 Jahren von der Kanzel rief: „Vasbeck, wo ist deine Schifffahrt?, Massenhausen, wo ist dein Handel?“, hatte es den Mitarbeitern des Hessischen Rundfunks dabei besonders angetan. Aus buntem Papier falteten die Mädchen und Jungen vom Kindergarten kleine Schiffchen – die berühmte Vasbecker Flotte, die später auf dem Dorfteich in See stach. Und wenn die Vasbecker schon beim Thema Wasser sind, liegt auch das Freibad nicht fern. Sie sind zweifellos die Helden des Tages: Bei einer Wassertemperatur von gerade mal zwei Grad über dem Gefrierpunkt kletterten Oliver Emde, Christian Becker junior, Niko Gerhard, Martina Büddefeld und Tristan Emde für die Kamera ins halb gefüllte Becken.Ob auf der Straußenfarm von Eckhard Behle, beim Fensterbauer Pistorius und in der Kirche – stundenlang war das Kamerateam um Reporter Bernd Bark unterwegs, um Material für den maximal sechs Minuten langen Beitrag zu drehen. Was davon den Weg auf die Mattscheibe findet, ist heute im Hessenfernsehen zu sehen. Die Hessenschau startet um 19.30 Uhr. Ob Vasbeck es bis ins Finale beim Hessentag schafft, entscheidet sich in den nächsten Runden. „Ich denke, wir haben uns nicht schlecht verkauft“, bilanziert Ortsvorsteher Albrecht Tobin zufrieden. „Das Dorf war stark vertreten, jeder hat sich eingebracht.“ Von Lutz Benseler

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