Der TSV Münden hat sein Sportlerhaus mit viel Eigenleistung grundlegend erneuert und vergrößert

Vereinsheim der Luxusklasse gebaut

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Freiwillige Helfer legen sich noch mal ins Zeug, damit das neue Vereinsheim zur feierlichen Eröffnung am nächsten Wochenende in neuem Glanz erstrahlt. Das Heim wurde vergrößert, das obere Stockwerk ist ganz neu entstanden.

Lichtenfels-Münden - Aus einem alten Sporthäuschen haben die Mitglieder des TSV Münden im Laufe eines Jahres ein Vereinsheim gemacht, das sich sehen lassen kann. Am 1. Oktoberwochenende wird es eröffnet.

Das alte Vereinsheim war in einem schlechten Zustand: Kleine Umkleiden, kein Lager, kein Aufenthaltsraum, die sanitären Anlagen waren veraltet. „Es war längst nicht mehr zeitgemäß“, erklären Torsten Vesper und Gert Rohde, die zusammen mit Manuel Mitze den Vorstand des TSV Münden bilden.

Als dann auch noch das Dach marode wurde, musste die Vereinsgemeinschaft entscheiden, ob sie das Gebäude nur renovieren möchte, oder ob es zugleich vergrößert werden soll. Der Verein entschied sich für eine Erweiterung – und das stattliche Ergebnis ist am ersten Oktoberwochenende zu begutachten. Dann wird das Sportlerheim im Rahmen des traditionellen TSV-Oktoberfestes feierlich eröffnet.

Gelungenes Design

Mit dem alten Häuschen hat das neue nichts mehr gemein: Ein An- und Aufbau in zeitgemäßer Architektur und ein modernes Design beim Ausbau machen das neue Vereinsheim zu einem echten Hingucker. Im Untergeschoss werden eine Küche inklusive Verkaufs- und Lagerraum eingerichtet, außerdem ein Heizungsraum, zwei Umkleideräume, ein Duschraum mit guter Belüftung. Das Quartier für die Schiedsrichter ist vergrößert und mit Dusche ausgestattet. Das Obergeschoss ist komplett neu entstanden. Dort finden ein großer Versammlungsraum sowie ein Lagerraum und Toiletten Platz.

Von dem Versammlungsraum geht es durch Balkontüren auf den überdachten Balkon, der mit Holz ausgelegt ist und von wo aus sich ein ausgezeichnetes Bild auf das Fußballfeld bietet. Ein Geländer aus Edelstahl rundet das gelungene Design ab. „Wir haben extra auf Edelstahl gesetzt, weil wir dadurch die Folgekosten einsparen“, betonen Vesper und Rohde.

Für den Dachaufbau konnten sie den alten Dachstuhl nutzen. Zum Obergeschoss geht es draußen über einen barrierefreien Weg; mit großen Bruchsteinen sind das neue Vereinsheim und der Aufgang gegen den dahinter liegenden Hang abgesichert. Viele helfende Hände Das alles hat seinen Preis. „Der Kostenvoranschlag liegt bei 150 000 Euro, davon werden 50 000 Euro an Eigenleistung erbracht“, erklärt Gert Rohde. Damit der rund 150 Mitglieder starke Verein das Vorhaben finanziell überhaupt stemmen kann, hat sich vor allem Gert Rohde um Fördermittel bemüht – und das mit Erfolg.

Das Land Hessen schießt 47 000 Euro zu, die Stadt Lichtenfels und der Landkreis Waldeck-Frankenberg jeweils rund 15 000 Euro und 4500 Euro kommen vom Landessportbund, zählt Rohde auf. Zudem seien Spenden speziell für den Umbau eingegangen. Auch sind die Kosten für Handwerkeraufträge gering – denn fachlich versierte Mitglieder und Freunde des Vereins haben in den vergangenen 235 Tagen überaus generös Können und Zeit für den qualitativ hochwertigen Umbau eingesetzt – allesamt unter der Ägide von Frank Mitze, „der ein Bauleiter ist, wie man ihn sich nur wünschen kann“, unterstreichen Vesper und Rohde anerkennend.

Insgesamt hätten bislang mehr als 50 ehrenamtliche Helfer, auch aus Nachbarorten, rund 5000 Stunden investiert und Eigenleistung im Wert von 54 000 Euro erbracht, und so manche Familie aus dem Dorf habe samstags mit einer großen Schüssel Salat oder Suppe für die Verpflegung gesorgt. „Allein vergangenen Samstag legten mehr als 30 Freiwillige für den Umbau Hand an“, sagen Vesper und Rohde – und hoffen auch für den heutigen Tag wieder auf viele zupackende Hände, denn damit zur Eröffnung alles glänzt, ist noch einiges zu tun. Als Zeichen des Dankes lädt der Vorstand alle Helfer und Sponsoren am Dienstag, 2. Oktober, um 19 Uhr ins neue Vereinsheim zur Helferfete ein.

Vereinsheim wird eröffnet: 5. bis 7. Oktober

Das Eröffnungswochenende beginnt am Freitag, 5. Oktober, um 18 Uhr mit einem Altherrenturnier. Am Samstag, 6. Oktober, ist um 11.30 Uhr ein Jugend- und Trainingsspiel, um 12.30 Uhr treten ehemalige Mündener Spieler gegen die aktuelle 2. Mannschaft der Spielgemeinschaft (SG) Münden/Goddelsheim an.

Die offizielle Eröffnung beginnt um 14.30 Uhr im Festzelt. Um 16.30 Uhr findet das erste Punktspiel seit Mai 2011 auf dem Spielfeld statt, das ebenfalls grundlegend saniert und vergrößert wurde, erklärt Gert Rohde. Zum Spiel tritt die SG Münden/Goddelsheim gegen den TSV Sachsenhausen an.

Im Anschluss beginnt im beheizten Festzelt das Oktoberfest, zum dem alle Gäste willkommen sind – gern auch in bayerischem Dirndl und Lederhose, betonen Rohde und Vesper. Am Sonntag beginnt um 10 Uhr der Festgottesdienst im Festzelt, ab 11 Uhr wird zum Frühschoppen eingeladen. Dazu spielen die „Knappen-Five“ aus Dreislar mit Blasmusik auf. Um 15 Uhr startet ein Wettbewerb zwischen dem Ober- und Unterdorf – gesellige Spiele sind angesagt. Für Essen und Trinken ist am gesamten Festwochenende mit bayrischen Spezialitäten, Getränken sowie Kaffee und Kuchen gesorgt. Der Eintritt ist durchweg frei. (md)

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