Kanal- und Straßenbau in Nieder-Schleidern abgeschlossen

Verkehr fließt wieder

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Nach vier Monaten Sperrung geben Vertreter von Magistrat, Ortsbeirat, Landkreis, Hessen Mobil und der Baufirma Wachenfeld die Ortsdurchfahrt Nieder-Schleidern wieder frei.Foto: Wilhelm Figge

Korbach - Niederschleidern - Wieder freie Fahrt auf der Kreisstraße durch Nieder-Schleidern: Vor allem Kanalbauarbeiten hatten für die monatelange Sperrung gesorgt.

Nach vier Monaten Vollsperrung ist Nieder-Schleidern wieder passierbar: Die Arbeiten an den 521 Meter langen Ortsdurchfahrt Im Aartal und den darunterliegenden Kanälen sind beendet. Gestern gaben Vertreter von Stadt, Landkreis und Hessen Mobil die Straße wieder frei. Während der Bauarbeiten war die Kreisstraße 60 im Ort nur für Anlieger freigegeben.

„Die Straße war nicht so schlecht wie manch andere“, erklärte Ortsvorsteher Helmut Jäger-Keuling, „aber die Rohre waren ein Problem.“ Untersuchungen mit einer Kanalkamera hatten undichte Verbindungen, Betonkorrosion und Risse in den weit über 50 Jahre alten Leitungen gezeigt. Da es notwendig war, die Straße zu öffnen, bot sich die Erneuerung der Fahrbahn an: „Nach einer Kanalsanierung können wir die alte Fahrbahn nicht wieder aufbringen“, sagte Bauamtsleiter Stefan Bublack. Laut Volker Löwer, Dezernatsleiter von Hessen Mobil, hielten sich die Kosten in Grenzen, da nur Arbeiten an den obersten Fahrbahnschichten nötig waren. Breite und Streckenführung sind unverändert.

Der finanzielle Anteil der für die Kanäle verantwortlichen Stadt ist mit knapp 300000 Euro höher als der des Kreises, der die Erneuerung der Fahrbahn in Auftrag gegeben hat: Zusammen mit der Erneuerung zweier Brückengeländer investiert dieser rund 150000 Euro. Die Erneuerung ihrer Anschlüsse bezahlen die Grundstückseigentümer. Zusammen mit den Kanälen verlegte die Firma Wachenfeld auch Leerrohre für mögliche DSL-Leitungen.

Die Bauarbeiten hatten am 16. Juni begonnen und endeten vergangenen Freitag. Ursprünglich war die Fertigstellung bis September vorgesehen, doch Starkregen sorgte für Überflutungen und hohe Grundwasserstände. Von den Schlammlawinen im September blieb die Baustelle weitestgehend verschont.

Knapp fünf Millionen Euro investiert der Landkreis jährlich in sein Straßennetz: Durch Waldeck-Frankenberg führen 483 Kilometer Kreisstraßen. „Mobilität ist im ländlichen Raum eine Grundlage“, befand der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. Für deren Bestand zu sorgen, ist eine Aufgabe, der sich die Politik widmen müsse, pflichtete Korbachs Erste Stadträtin Gudrun Limperg bei: „Deshalb hoffen wir, auch im nächsten Jahr viele Baustellen zu haben.“

Von Wilhelm Figge

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