Präventionswoche: Theaterstück thematisiert Cyber-Mobbing

Verleumdung weltweit

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Lissi nimmt Nick, der neu ist auf der Schule, böse in die Zange – nutzt auch das Internet für ihre Gemeinheiten.

Korbach - „R@ausgemobbt“ heißt das Theaterstück, das gestern Neun- bis Zwölfjährigen eindrücklich vor Augen führte, wie folgenschwer Cyber-Mobbing ist.

Rund 300 Schülerinnen und Schüler aus Korbach und Sachsenhausen waren in die Stadthalle gekommen, um sich das Stück „R@usgemobbt“ der Kölner Theatergruppe „Comic On“ anzusehen, die im Rahmen der Korbacher Präventionswochen auftrat. Drei junge Schauspieler zeigten auf der Bühne ebenso einfühlsam wie drastisch, was passiert und wie es sich für das Opfer anfühlt, wenn Kommunikation im Internet dazu genutzt wird, andere zu verletzen - sie über das weltweite Netz zu schikanieren, zu beleidigen und zu verleumden.

Eine neue Schule, ungute Erlebnisse - da tut es dem Schüler Nick gut, im Internet zu spielen und zu chatten. Doch die Realität macht vor dem Netz nicht halt, im Gegenteil: Dass Nick von der Mitschülerin Lissi auf dem Schulweg um Geld erpresst wird und ihrer Gewalt nicht Einhalt gebieten kann, setzt sich im Internet auf noch drastischere Weise fort: Lissi erpresst Nick, ein Video von dem einzigen Menschen an Schulkameraden zu schicken, der Nick beisteht, Nathalie. Das Video ist peinlich und als Lissi es zusammen mit verfälschten Bildern auch noch auf YouTube stellt, traut sich Nathalie vor lauter Scham nicht mehr in die Schule. Klar wurde: Was einmal im Netz steht, kann nicht wieder rückgängig gemacht werden.

Das Ende dieses Stücks bietet eine Lösung: Nick entschuldigt sich bei seiner Freundin und hilft ihr, Lissi im sozialen Netzwerk sperren zu lassen und sie auch im „echten Leben“ in ihre Schranken zu weisen. (md)

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