Korbacher erhalten dubiose Mahnbriefe

Vermeintlicher Anwalt will Geld

Korbach - Angeblich haben sie noch Gewinnschulden zu begleichen: Gleich mehreren Korbachern flatterte dieser Tage ein Mahnschreiben der „Kanzlei“ Georg Wohlfahrt ins Haus.

Gegenüber den Adressaten des Schreibens behauptet der angebliche Rechtsanwalt mit Kanzlei im spanischen San Pedro Alcántara (Marbella), sie hätten trotz zahlreicher Mahnungen eine Forderung nicht beglichen. Weiter wird damit gedroht, das gerichtliche Mahn- und Vollstreckungsverfahren einzuleiten - die Sachlage sei eindeutig, man müsse zahlen.

„Georg Wohlfahrt“ ist zumindest den Verbraucherzentralen in Brandenburg und im Saarland gut bekannt: Unter der angegebenen Postanschrift in Essen ist wohl nur ein Briefkasten zu finden, jedenfalls existiert dort keine Anwaltskanzlei. Bei der zuständigen Anwaltskammer in Hamm ist Georg Wohlfahrt nicht gemeldet. Hinter den Kontodaten verbirgt sich eine Bank in Bulgarien.

„Am besten sollten Verbraucher auf dieses Schreiben überhaupt nicht reagieren und nicht noch teures Porto für einen Einschreibebrief zahlen, der unter Umständen nicht ankommt oder nicht beantwortet wird“, rät die Verbraucherzentrale Saarland. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein gerichtliches Mahnverfahren tatsächlich eingeleitet werde, tendiere gegen Null.(lb)

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